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	<title>Institut Gesunde Karriere</title>
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	<item>
		<title>Triade der Generativen Prozessbegleitung</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/triade-der-generativen-prozessbegleitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Aug 2023 08:33:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Hypnotisches]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Basismodell unserer Weiterbildung ist nun veröffentlicht. Wer mehr dazu lesen möchte: in DER Branchen-Zeitschrift für Training, Beratung und Coaching „Training aktuell“ im Juli 2023 haben wir dazu einen Artikel veröffentlichen. Verlinkung zum Artikel Seit September 2023: wenn Sie sich für den Artikel interessieren, schreiben Sie uns, dann erhalten Sie ihn gratis als PDF!]]></description>
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<p>Das Basismodell unserer Weiterbildung ist nun veröffentlicht. Wer mehr dazu lesen möchte: in DER Branchen-Zeitschrift für Training, Beratung und Coaching „Training aktuell“ im Juli 2023 haben wir dazu einen Artikel veröffentlichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a href="https://www.managerseminare.de/ta_Artikel/Coachingmodell-Triade-der-Generativen-Prozessbegleitung-Im-Dreiklang-zur-Erkenntnis,283660">Verlinkung zum Artikel</a></h2>



<p>Seit September 2023: wenn Sie sich für den Artikel interessieren, schreiben Sie uns, dann erhalten Sie ihn gratis als PDF!</p>
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		<item>
		<title>Agilität trifft organisationale Realität: Steuerung von Innovation im Alltag</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/agilitaet-trifft-organisationale-realitaet-steuerung-von-innovation-im-alltag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2023 09:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[New Work]]></category>
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					<description><![CDATA[Abstract Agile Prinzipien sind in aller Munde. Doch die gelebte Realität vor Ort sieht oft anders aus. Da treffen dann Anforderungen von New Work auf Gewohnheitswirklichkeiten von Organisation. Das hat des Öfteren zur Folge, dass agile Methoden Einzug erhalten und in die bestehenden Abläufe und Strukturen integriert werden, ohne die Haltung, die hinter den Prinzipien [&#8230;]]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="605" height="465" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil2.jpg" alt="" class="wp-image-2663" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil2.jpg 605w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil2-300x231.jpg 300w" sizes="(max-width: 605px) 100vw, 605px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Abstract</h2>



<p>Agile Prinzipien sind in aller Munde. Doch die gelebte Realität vor Ort sieht oft anders aus. Da treffen dann Anforderungen von New Work auf Gewohnheitswirklichkeiten von Organisation. Das hat des Öfteren zur Folge, dass agile Methoden Einzug erhalten und in die bestehenden Abläufe und Strukturen integriert werden, ohne die Haltung, die hinter den Prinzipien steht, reflektiert und adaptiert zu haben. Die Enttäuschung folgt: die Organisation absorbiert die Methode, alles bleibt wie es ist. Was also braucht es von Führung, damit agile Prinzipien in bestehenden Organisationen einen echten Mehrwert für die Organisation bieten? Ich biete in diesem Artikel ein Reflexionstool für Führungskräfte an, um zu eruieren, durch welchen (vermehrten) Einsatz agiler Prinzipien sie einen Unterschied, der einen Unterschied macht, bilden können, ohne die gesamte Organisation in zu große Irritation zu stürzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fragestellung</h2>



<p>Reflexionshilfe für Führungskräfte: Welche Aspekte meines Führungshandeln führen für Situation X wohl am leichtesten zu gewünschten Veränderungen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zielsetzung</h2>



<p>Durch die Systematisierung und Gegenüberstellung von Gewohnheitswirklichkeiten und agilen Wirkprinzipien erhalten Führungskräfte eine konkrete Reflexionsfolie, welche Aspekte bedenkenswert sind – und mit welchem Führungshandeln wohl am ehesten gewünschte Veränderungen zu erzielen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschreibung</h2>



<p>Was tut eine Organisation, um am Leben zu bleiben? Sie organisiert sich. Die grundlegende systemische Funktion einer Organisation, ist, sich zu erhalten. Sobald Menschen mit gemeinsamer Absicht zusammenfinden, beginnen sie, ihr Handeln in Strukturen zu überführen. Dies geschieht unter anderem, indem Ziele gesetzt, Pläne gemacht und überprüft, Strukturen dafür geschaffen und die nötigen Stellen dafür beschrieben werden. Damit es möglichst wenig Doppelbearbeitungen gibt, werden Funktionen voneinander abgegrenzt und Regeln definiert, die in der Folge dafür sorgen, dass mithilfe festgelegter Standards Einzelleistungen sicht- und honorierbar werden. Dies geschieht durch Reporting und Controlling. Und wenn Uneinigkeit herrscht wird diskutiert, abgestimmt und entschieden bis zum Konsens.</p>



<p>So organisieren wir Gewohnheitswirklichkeiten. Das ist sehr erfolgreich für alle Tätigkeiten, die planbar sind und mit genauen (Fach-)Kompetenzen und Arbeitsaufwänden hinterlegt werden können. Also für einen großen Teil der Arbeit in Organisationen. Und das ist gut so, denn wir alle wollen nicht jeden Tag unsere Abläufe und Zuständigkeiten neu verhandeln. Gewohnheitswirklichkeiten geben Sicherheit. Sie stärken die Verbindlichkeit untereinander und das Vertrauen in die Organisation. Sie bilden die Basis für gute Zusammenarbeit.</p>



<p>Überlassen wir eine Gruppe mit gemeinsamem Ziel sich selbst, so bemüht sie sich um genau dies. Und was ist nun Aufgabe von Führung? Und damit meine ich nicht nur Führung von denen, die das Wort im Jobtitel tragen. Ich spreche über Führungsarbeit. Diese wird geleistet von disziplinarischen und lateralen Führungskräften, von Projektarbeitenden und allen, die Themen führen, die Verantwortung übernehmen.</p>



<p>Führungsarbeit hat in der Gewohnheitswirklichkeit den Auftrag, diese zu managen. Wir sprechen von operativer Führungsarbeit: Verhandlung und Bereitstellung von Ressourcen, Moderation von Schnittstellen, Wertschätzung von Leistung etc. etc.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="165" height="423" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheitswirklichkeiten.jpg" alt="" class="wp-image-2664" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheitswirklichkeiten.jpg 165w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheitswirklichkeiten-117x300.jpg 117w" sizes="(max-width: 165px) 100vw, 165px" /></figure>



<p>Und dann gibt es noch diese andere Welt. Diese Welt, in der Führung den Auftrag hat, die Organisation in Bewegung zu halten und die darin Arbeitenden in Verwirrung zu stürzen. Führung soll ausreichend irritieren, so dass die Menschen in ihr wach bleiben, so dass sie ihre Routinen ausreichend überprüfen, um zu bemerken, wenn sich die Welt weiterdreht und nach neuen Lösungen verlangt. Die Führungsarbeit der Irritation brauchen wir in der Organisation stets dann, wenn noch nicht klar, wie die Zukünfte sich vor uns entfalten werden. Wenn Herausforderungen komplex sind, wenn es mehr Fragen als befriedigende Antworten gibt und die Aufgabe nur gestaltbar, nie gänzlich lösbar, ist.</p>



<p>Diese Welt ist die Welt, in der agile Prinzipien eine wertvolle Unterstützung für die Führungsarbeit liefern können. Führungsarbeit hat in VUKA Zusammenhängen den Auftrag, Sinn zu stiften und dazu zu ermutigen, Experimente zu starten. Agile Führungsarbeit bedeutet, den Prozess der Erkenntnisfindung zu gestalten und dabei zu definieren, welche Rollen auf dem Weg nützlich sein könnten. Es geht um die Vernetzung von Kompetenzen und darum, in Schleifen beständig Erwartungen aneinander und an die nächsten Schritte zu klären. Das fordert und fördert Selbstorganisation und Verantwortungsübernahme. Komplexe Fragen können nicht mehr von Einzelnen gelöst werden und so treten gemeinsame Erfolge in den Vordergrund. Wenn zu Beginn nicht klar ist, wo es hingehen wird, dann ist es für die Zusammenarbeit besonders nützlich zu reflektieren, was hat uns bisher arbeitsfähig und kreativ gehalten, womit standen wir einander im Wege, was brauchen wir voneinander. Und: Agiles Arbeiten heißt auch Loslassen. Es wird leichter, wenn Vertrauen in den Weg entsteht und Commitment herrsch darüber, dass dieser Teil der Arbeit aus Versuch und neu gewonnener Information entsteht. Und für Versuche brauche ich weniger Konsens, mehr Vertrauen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="166" height="450" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Agile-Prinzipien.jpg" alt="" class="wp-image-2661" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Agile-Prinzipien.jpg 166w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Agile-Prinzipien-111x300.jpg 111w" sizes="(max-width: 166px) 100vw, 166px" /></figure>



<p>Führungsarbeit setzt sich aus beiden Welten zusammen. Doch die Arbeit in den Gewohnheitswirklichkeiten und die Irritation durch agile Prinzipien bilden oft ein Spannungsfeld. Daraus haben wir die folgende Reflexionsmethode abgeleitet: Reflexion von Führungshandeln; sowohl als Selbstreflexion als auch als gemeinsame Reflexion im Team bezüglich der gemeinsamen Führungsarbeit (von Menschen &amp; Themen).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konkretes Beispiel</h2>



<p>Inhouse Führungskreis, Thema Führungskultur</p>



<p><strong>Variante 1 (2-3h)</strong></p>



<p>Input (siehe Beschreibung. 10-15 Minuten)</p>



<p>Diskussion und Verständnisfragen (10 Minuten)</p>



<p>Arbeit in gemeinsamen Führungszusammenhängen: gemeinsame Bepunktung offline einer Stellwand oder online auf einem collaboration Tool (hier miro). Offline bitte ich die Teilnehmenden zu Beginn der Kaffeepause bitte alle bis zum Ende der Pause hinter der Stellwand gewesen zu sein, um anonym ihre Kreuze zu machen. Online gebe ich den Link entweder auch vor einer Pause heraus (bei kleinen Gruppen) oder ich nutze eine Breakoutsession: die Teilnehmenden gehen dann zu zweit oder dritt im Gespräch durch die Matrix. Ob sie dann individuell kreuzen oder sich einigen, bleibt ihnen überlassen. Der Vorteil: alle haben sich schon ins Thema hineindiskutiert für das anschließende Plenum.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="605" height="380" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil1.jpg" alt="" class="wp-image-2662" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil1.jpg 605w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 605px) 100vw, 605px" /></figure>



<p>Es wird anonym je Aspekt zweimal bepunktet (zwei Farben): Wo stehen wir aktuell in unserer Führungskultur? Und wo sollten wir meiner Meinung nach hin, um den aktuellen Herausforderungen noch besser begegnen zu können?</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="605" height="465" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil2.jpg" alt="" class="wp-image-2663" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil2.jpg 605w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2022/11/Gewohnheit-und-Agil2-300x231.jpg 300w" sizes="(max-width: 605px) 100vw, 605px" /></figure>



<p>Anschließend Diskussion des Gesamtbildes.</p>



<p>Offline Plenum 30-45 Minuten. Online Plenum max. 20 Minuten, falls detaillierter Gesprächsbedarf: Breakoutsessions 15 Minuten, Erkenntnisse Plenum 10 Minuten.</p>



<p>Paarweise Schlussfolgerungen (2&#215;10 Minuten)</p>



<p>1) Was davon scheint mir für meine Führungspraxis besonders relevant?</p>



<p>und Vorschläge fürs Plenum erarbeiten. Online können diese an einem gemeinsamen Board erarbeitet werden,. (10-20 Minuten),</p>



<p>2) Was finde ich, sollten wir alle gemeinsam mehr, weniger, anders tun?</p>



<p>Mit folgenden Leitfrageangeboten:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Welche Veränderung(en) erscheinen uns am Wirkungsvollsten und ausreichend attraktiv, um sie anzugehen?</li><li>Was genau machen wir dann also ab jetzt anders? Wer, wo, wann, wie, was genau?</li><li>Woran merken es die anderen, wer?</li><li>Wie veröffentlichen wir das wem gegenüber?</li><li>Wann reflektieren wir, wie es uns gelingt?</li></ul>



<p>Im abschließenden Plenum Moderation der Vorschläge inklusive Einwandbehandlung, Verabredungen, Reflexionstermine (20-60 Minuten).</p>



<p>(In diesem Beispiel ergab sich viel Redebedarf zum Thema Standards-Selbstorganisation, daraus entstanden zwei Versuchsballons zu mehr Selbstorganisation. Und es entspann sich eine intensive Debatte über die Frage, woran es liegt, dass der Führungskreis einerseits findet, dass sie die Kompetenzen der Kolleg*innen gut im Blick haben und ihnen andererseits feste Funktionsbeschreibungen so wichtig erschienen. Es wurde deutlich, dass einige Fragen leichter zu klären wären, wenn dort Rollenformulierungen die bisherigen Funktionsbeschreibungen ablösen, und sich darauf frei beworben werden könnte unabhängig von Abteilung, Hierarchie etc, das setzte lustvolle Umsetzungsenergie frei und sorgte im Nachgang für einschneidende Veränderungen.)</p>



<p><strong>Variante 2</strong></p>



<p>Input (siehe Beschreibung. 10-15 Minuten)</p>



<p>Diskussion und Verständnisfragen (10 Minuten)</p>



<p>Individuelle Arbeit in Führungskräfteworkshop oder Coaching:</p>



<p>Die Coachee wählt einen konkreten Führungskontext, in dem sie gerade nicht so weiterkommen, wie sie es gerne hätte und sortiert das eigene Führungshandeln in allen Aspekten, wie sie es aktuell wahrnimmt. Denksprechen erlaubt, so bleiben die Begleitenden im Bilde.</p>



<p>Dann tritt die Coachee einen Schritt zurück und betrachtet das Gesamtwerk. Fällt schon was auf? Zeichnet sich vielleicht schon eine Erkenntnis ab?</p>



<p>Und zum Abschluss begibt sich die Coachee ein zweites Mal durch die Aspekte, diesmal mit dem Fokus:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wenn ich meine Art zu führen in diesem Aspekt variieren würde (mehr Richtung Gewohnheitswirklichkeit oder mehr Richtung agile Prinzipien), welche Auswirkungen hätte das?</li><li>Was wäre wohl zieldienlich?</li><li>Womit würde ich die wertvollste Irritation hervorrufen?</li><li>Was erscheint mir also attraktiv, um es zu versuchen?</li><li>Wann und mit wem reflektiere ich, wie es läuft?</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Not to forget</h2>



<p>Das Reflexionstool ermöglicht sowohl die individuelle Diagnostik als auch die Diagnostik des Stands der Organisation im Wandel zum agile(re)n Unternehmen und darin liegt sowohl der Charme als auch die Gefahr, denn es ist ja meist einfacher, über die Organisation zu reden als bei sich zu bleiben! Deswegen empfehle ich sehr, den Auftrag und die Fragen den Absichten der Zielgruppe anzupassen und sich im Vorfeld das Mandat der Gruppe zu holen, sie zurückholen zu dürfen, wenn sie in die Falle des „Über die anderen redet sich´s leichter“ tappen!</p>



<p>Und: Die aktuell bestmögliche Art der Führung liegt stets irgendwo zwischen den Polen von Gewohnheitswirklichkeit und Agilität. Die beiden Pole bieten keinen Gegensatz, ihre Angebote komplettieren einander. Vielen Führungskräften hilft die Darstellung als Spannungsfeld, um das Verständnis zu vertiefen, dass es nicht um „Entweder-Oder“, sondern um „Beides“ geht: eine Ausgewogenheit von Gewohnheitswirklichkeiten und Agilen Prinzipien im Hier &amp; Jetzt für diesen Kontext.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vorbild an Fehlbarkeit</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/vorbild-an-fehlbarkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2022 06:47:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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					<description><![CDATA[Führung Hybrider Arbeitswelten Führungspersonen sollten Vorbild an Fehlbarkeit sein. Fehlbarkeit zu ermöglichen ist, den Forschungen von Amy Edmondson folgend, eine der wichtigsten Einflussmöglichkeiten auf psychologische Sicherheit in der Organisation. Die Vorbildfunktion von Führung war schon vor der Pandemie oft herausfordernd. Aktuell scheint sie mir zentraler denn je. Die Zeiten sind weiterhin – und für unsere [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Führung Hybrider Arbeitswelten</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/08/20200820_120026.jpg" alt=""/></figure>



<p>Führungspersonen sollten Vorbild an Fehlbarkeit sein. Fehlbarkeit zu ermöglichen ist, den Forschungen von Amy Edmondson folgend, eine der wichtigsten Einflussmöglichkeiten auf psychologische Sicherheit in der Organisation.</p>



<p>Die Vorbildfunktion von Führung war schon vor der Pandemie oft herausfordernd. Aktuell scheint sie mir zentraler denn je. Die Zeiten sind weiterhin – und für unsere Psyche eigentlich schon viel zu lange – unsicher &amp; instabil. Dennoch beobachte ich, wie sich gleichzeitig -ohne gezielte Strategie- neue Routinen und Wahrheiten in Organisationen etablieren. Das erscheint mir gefährlich. Denn allzu oft wurden diese weder reflektiert noch versprachlicht. Was jetzt als „normal“ angesehen wird hat sich eingeschlichen.</p>



<p>Ich stolperte kürzlich in einem Podcast über einen von mir sehr geschätzten und durchaus berühmten Kollegen der Beraterszene, der in einem Nebensatz sagte: „naja, online ist ja super für die Effizienz, alle schaffen jetzt mehr, aber was halt nicht geht, ist Kontakt, der geht verloren.“ Ein anderer Kollege stellte fest: Online-Zusammenarbeit macht mehr Hierarchie, verfestigt Kontroll- und Überwachungstendenzen.</p>



<p>Ich war entsetzt. Beide sprachen, als wären diese Erkenntnisse Tatsachen. Es sind jedoch aktuelle Beobachtungen auftretender organisationaler Phänomene! Ist das evident oder ist es etwas, was viele erleben? Wir sind hineingestolpert in diese neue Situation und haben unter großem Druck neue Lösungen gefunden – ohne die Möglichkeit innezuhalten, um zu fragen: Passt das so? Was fehlt? Stattdessen füllte sich manches Büro heimlich schneller wieder als erlaubt und es wurde in Stein gemeißelt, was online möglich ist auf Grundlage dessen, was als erstes und unter großem Druck versucht wurde. Der so bedeutsame nächste Schritt des „Welche Phänomene nehmen wir aktuell war?“ „Wie gut passt das, zu dem, was wir voneinander brauchen?“ und „Wie wollen wir das zukünftig gestalten?“ wurde nur in seltenen Fällen gegangen.</p>



<p>Dort, wo derartige Fragen gestellt wurden, entstanden beeindruckende Konzepte. Dort gibt es heute bereits eine funktionierende hybride Arbeitskultur, die auch (informellen) Kontakt ermöglicht, ja sogar inszeniert und die beteiligungsorientierter, egalitärer als vorher, Zusammenarbeit ermöglicht.</p>



<p>Wir kennen Teams, die über das morgendliche Ritual des online Check-Ins nun von sich sagen, mehr Verbindlichkeit und kürzere Absprachen bei gleichzeitig mehr privatem Kontakt zu haben. Wir freuen uns über die Organisation, die regelmäßig per Zufallsgenerator alte und neue MA zieht, die während der Arbeitszeit online-Austauschzeit bekommen, so dass neue MA über den eigenen Bereich hinaus in der Organisation ankommen. Und ganz wunderbar finden wir auch die Geschäftsführung, die das Laptop mit dem zugeschalteten GF-Kollegen, der als Risikopatient dauerhaft home office macht, mit seinem Lieblingstrikot kleidet und das Laptop regelmäßig in die Cafeteria mitnimmt, so dass Mitarbeitende mit ihm plaudern können.</p>



<p>Kleine Geschichten, die einen großen Unterschied machen.</p>



<p>Wenn Sie nach Wegen dafür suchen, dass die sich abzeichnende hybride Zukunft Ihrer Arbeitswelt möglichst oft Effizienz und Menschliches verbindet, dann habe ich hier – in Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen – ein paar Reflexionsangebote zusammengetragen.</p>



<p><strong>Eine hybride Arbeits-Zukunft aktiv gestalten</strong></p>



<p>Unsere Ausgangshypothese ist: Organisationen, die die Bedeutsamkeit von Kontakt und Beteiligung als integralen Bestandteil der hybriden Zusammenarbeit begreifen, rahmen Arbeitsprozesse. Weil uns das so am Herzen liegt, formulieren wir ab jetzt in Form direktiver Handlungsempfehlungen, gegen unsere sonstigen Coaching-Gewohnheiten:</p>



<p><strong>(Neu-)Organisation von Information</strong></p>



<p>Organisieren Sie den Informationsfluss. Egal ob Büro oder remote, jede*r hat für den Moment ausreichend definierte Zugänge zu Information.</p>



<p><strong>Synchron/Asynchron – Prozesse auf Notwendigkeiten untersuchen</strong></p>



<p>Sorgen Sie für klare Definitionen asynchroner (zeitversetzt, ortsunabhängig) und synchroner (zeitgleich, ortsunabhängig) Arbeiten. Alle wissen so ausreichend gut, was gemeinsam und was zeitversetzt bearbeitet wird und auf welchen Plattformen dies geschieht.</p>



<p>Befördern Sie asynchrones Arbeiten, in dem Sie für die Voraussetzungen sorgen, dass Informationen asynchron zur Verfügung stehen. Vereinbaren Sie, wer sich wozu informiert und in welchem Turnus. Information zur Verfügung stellen ist Pflicht der Informierten; Information einholen ist Pflicht der Empfänger*in. Informationen sind auch: Wissen, Entscheidungen und Entscheidungsgrundlagen für synchrone Besprechungen. Wenn Entscheidungen emotional triggern (sollen), wählen Sie Formate, die Emotionen tragen: Video-, Audio-Botschaften, verzichten Sie auf Text.</p>



<p>Akzeptieren Sie, dass individuell auszuführende Tätigkeiten, egal wo und wann gearbeitet werden können. D.h., vertrauen Sie auf die Eigenverantwortlichkeit und Expertise Ihrer Mitarbeitenden. &nbsp;</p>



<p>Entwickeln Sie noch stärkeres Bewusstsein dafür, dass die gemeinsame, synchrone Zeit in Organisationen zukünftig</p>



<ul class="wp-block-list"><li>informelle Zeit,</li><li>Zeit für absichtsfreie, auch zufällige, Begegnung,</li><li>kollaborative Zeit und</li><li>Reflexionszeit ist.</li></ul>



<p><strong>Ritualisierte Reflexion</strong></p>



<p>Sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten wissen, dass nichts in Stein gemeißelt ist. Machen Sie offiziell, dass <em>ausprobiert</em> wird. Gemeinsam werden Reviews, Lernschleifen, Testballons getestet. Etablieren Sie die Idee, dass die Überarbeitung auch von Arbeitsweisen und Strukturen als Normalität und Alltagsaufgabe begriffen wird.</p>



<p><strong>Funktion von Führung: Fehlbarkeit ermöglichen</strong></p>



<p>In den beschriebenen Settings ist Fehlbarkeit möglich. Es geht nicht ums Fehler machen, sondern darum, uns Irrtümer eingestehen. Der Unterschied: Fehler entstehen im Abgleich mit bestehendem Wissen, Wahrheit, Richtigkeit. Was für die aktuellen Aufgaben die beste Arbeitsweise ist, wissen wir aktuell oft noch nicht, weil die Situation dafür zu sehr in Bewegung ist. Und so handelt es sich im neuen hybriden Arbeiten meist um Irrtümer. Sie sind Meilensteine auf dem Weg der Erkenntnis: Aaaah, so geht es also nicht. Irrtümer konnten vorab nicht gewusst werden. Sie liefern Wissen über blinde Flecken. Insofern müsste der Begriff der Fehlbarkeit eigentlich Irrtumbarkeit heißen.</p>



<p><strong>Führungs-Vorbildfunktion</strong></p>



<p>In sich wandelnden Arbeitsformen ist der Blick auf Führung noch deutlicher. Solange es noch keine Regeln gibt, probieren manche Mitarbeitende spontan den eigenen Vorlieben entsprechend Strategien aus, gestalten mit mehr oder weniger Rücksprache den eigenen Kosmos, andere achten auf das, was Führung tut und kopieren. Deswegen gilt: Potenziell alles, was Sie tun, wird als „achsomachenwirdasjetztalso“ gewertet. Sie setzen vermeintlich eine neue Norm.</p>



<p>Diesem Gedanken folgend, hier nun ein paar Beispiele, wie Führungspersonen es ihren Mitarbeitenden leichter machen können, ihr hybrides Arbeitsleben gesund zu gestalten:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>Asynchron arbeiten:</em> wenn Arbeitszeit von Führungspersonen für andere sichtbar ist, dann sollte dies nur zu regulären Arbeitszeiten möglich sein, nicht nachts, nicht am Wochenende! Bitte auch kein Mailversand zu Zeiten außerhalb der Arbeitszeiten. Nutzen Sie Ihren „später senden“-Button!</li><li><em>Synchron arbeiten:</em> Führungspersonen sollten Informelles weiter wichtig nehmen. Da die Zwischen-Tür-und-Angel-Gespräche nicht mehr zufällig entstehen, brauchen sie Inszenierung. Es ist also Führungsaufgabe, informelle Zeit zu organisieren. Beachten Sie dabei, wie viel dieser Zeit Sie dabei sein sollten, wenn es informell wird, wie viel Zeit braucht das Team auch ohne Führungsanwesenheit. &nbsp;Übrigens, wenn Sie nie dabei sind, ist das lesbar als: ich finde das nicht so wichtig… Also: mitmachen, auch hier Vorbild sein. Veröffentlichen Sie sich, so wie es für ihre Arbeitszusammenhänge und Arbeitskultur bisher auch angemessen war. Oder sprechen Sie sogar noch ein bisschen mehr über ihre Befindlichkeiten. Gerade bezüglich Unsicherheiten Technik/Pandemie etc. senkt dies die Hemmschwelle der Mitarbeitenden, Unsicherheiten zu veröffentlichen.</li><li>Halten Sie keine (Info-)Monologe in Besprechungen, sondern organisieren Sie eine angemessene Informationskultur. Pflegen Sie die Ablage/Info in den abgesprochenen Systemen und vermeiden Sie den kurzen Dienstweg. Da der Flurfunk reduziert ist, kommen schnell-zwischendurch-Infos bei noch weniger Mitarbeitenden an, die anderen fühlen sich leichter außen vorgelassen!</li></ul>



<p>Die hybride Arbeitswelt ist noch neu. Es musste erst sehr schnell gehen, nun wird klar, es ist keine Ausnahme, es wird sich in etwas vorher nicht Dagewesenes entwickeln. Da kann noch nicht alles fertig sein. Deswegen ist es an Ihnen, als Führungsmensch, die neuen Gewohnheiten zu überprüfen und einzufordern, Zeit frei zu schaufeln, um die Fragen zu stellen, für die in den letzten zwei Jahren keine Zeit war. Hören Sie ihren Mitarbeitenden zu und interessieren Sie sich dafür, was im Homeoffice gefehlt hat (und was für good practice sich informell bereits gebildet hat), was online besser ging und was in der neuen Mischung nun verlässlich verabredet werden kann, bis Sie es ein nächstes Mal (wann genau?) reflektieren werden.</p>



<p>Puh, das musste mal raus!</p>
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		<title>Shared Desk &#8211; Ein Selbstversuch</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/shared-desk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antje Mein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2022 12:24:21 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Aufhören]]></category>
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		<category><![CDATA[Generative Prozessbegleitung]]></category>
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					<description><![CDATA[Shared Desk – Beginn eines Selbstversuchs]]></description>
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		<title>Was kümmert mich die Nachwelt, hat sich die Nachwelt je um mich gekümmert? (Groucho Marx)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2021 09:39:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Generatives]]></category>
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		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere gegenwärtige Sinnwelten werden nicht so weitergehen. Alles istendlich. Und was wir bis zum Maximum der eigenen Fähigkeiten beherrschen, wird früher oder später langweilig, banal oder gedankenlos und damit gefährlich. Aufhören sichert das Erreichte. Weitermachen würde es banalisieren. Mit diesem Blogbeitrag möchte ich die Kunst des Aufhörens aus der Versenkung holen. Denn wir meinen: Aufhören [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="2425" class="elementor elementor-2425" data-elementor-post-type="post">
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<p></p>
<p>Unsere gegenwärtige Sinnwelten werden nicht so weitergehen. Alles ist<br />endlich. Und was wir bis zum Maximum der eigenen Fähigkeiten beherrschen, wird früher oder später langweilig, banal oder gedankenlos und damit gefährlich. Aufhören sichert das Erreichte. Weitermachen würde es banalisieren.</p>
<p>Mit diesem Blogbeitrag möchte ich die Kunst des Aufhörens aus der Versenkung holen. Denn wir meinen: Aufhören können ist eine hoch unterschätzte Kompetenz. In diesem Blog reflektiere ich dazu, was genau Aufhören bedeuten kann, wieso es uns so schwerfällt und welche Kompetenzen uns darin unterstützen können, besser zu werden.</p>
<h2>Wandeldynamiken</h2>
<p>Wir reflektieren Veränderungen gerne mit der Wandel-Triade von Kornelia Rappe-Giesecke. Die Triade besagt, dass Wandel die Emergenz aus Bewahren, Optimieren und Innovieren ist.</p>
<p>Bewahren bedeutet, das Bisherige zu würdigen. Was war wichtig für das, was bisher unsere Realität war? Es bedeutet auch: entscheiden, was so gut war, dass es für zukünftige Herausforderungen bestehen soll. Manchmal bedeutet Bewahren auch, an Gewohnheitswirklichkeiten festzuhalten und (zu viel?) Veränderungsenergie zu binden.</p>
<p>Optimieren heißt: das, was da ist, anpassen an neue Begebenheiten. Es ist ein Qualitätsversprechen. Manchmal ist Optimieren leider nur die richtige Antwort auf falsche Fragen. Unsere Weltenlage (Globalisierung, Klimakrise, Artensterben, Corona-Pandemie) macht deutlich: Besser machen kann in Endlichkeit auch keine alleinige Lösung sein.</p>
<p>Der dritte Aspekt von Wandel ist Innovation. Das ist das Neue. Wir erfinden und kreieren. Manchmal zum Selbstzweck. Neu scheint manchen per se besser als bisheriges. Zum anderen geht es in der Innovation um Zerstörung des Alten, ums Weglassen von zukünftig schädlichem Verhalten. Die Nachhaltigkeitsforschung nennt das Exnovation. Das ist das Aufhören. In einer begrenzten Welt ist Aufhören die Möglichkeit Überleben zu sichern.</p>
<h2>Aufhören hat viele Gesichter</h2>
<p>Es gibt so viele Begriffe für Enden: Ziel, Erledigung, Vorgangsabschluss, Pensum-Erfüllung, Bilanzerstellung, Mittel-Versiegung, Ressourcenverbrauch, Verzehr, Verknappung, Stillstand, Fristablauf, Grenzerreichung, Verwirklichung, Krise, Zeugnis, Examen, Ruhestand, Entscheidung, Umschlag, Abschied, Trennung, Entzweiung, Revolution, Umsturz, Befreiung, Apokalypse, Katastrophe, Ruin, Bankrott, Untergang, Zerfall, Erosion, Tod.</p>
<p>Harald Welzer schreibt in seinem neuen Buch „Nachruf auf mich selbst“ davon, dass vielen dieser Beschreibungen etwas Schicksalhaftes anhaftet. Er sagt, wir haben als moderne Gesellschaft das Leben säkularisiert. Wir leben (fast alle) nicht mehr für das, was danach kommt. Wir erklären uns das Leben seit der Aufklärung eher mit rationalen und weltlichen Bezügen (Verantwortungen, Bedürfnissen, Emotionen etc.) und weniger mit „Gott hat es so gewollt“. Doch wenn etwas zu Ende geht, wenn wir mit etwas aktiv aufhören sollten, überlassen wir das als Gesellschaft lieber dem Zufall, dem Schicksal, dem „das sollte wohl so sein, hat sich so ergeben“. Der Tod (egal von was) ist leichter zu ertragen, wenn er un-säkularisiert bleibt, ein bisschen mystisch. Er ist leichter zu ertragen, wenn er nicht in unserer eigenen Verantwortung liegt. Wenn wir nichts dafürkönnen, müssen wir auch nichts gestalten. Es geschieht uns. Pech/Glück gehabt.</p>
<p>Harald Welzer begründet das damit, dass der bedingungslose Fortschrittsglaube der Moderne kein Ende kennt. Fortschritt sei eine kontinuierliche Ausweitung von Weltweitreiche (Hartmut Rosa). Rückschritte, Enden, Abschiede passen nicht in diese Vorstellung. Beenden wir etwas, fühlt es sich oft an, als würden wir die damit verbundenen Wertvorstellungen auch beerdigen. Da wir in der Moderne gelernt haben, dass wir Menschen schlau und groß und wunderbar sind und es bergauf zu gehen hat, fühlt sich ein Ende also schnell falsch an. Denn wir würden wohlmöglich im Innehalten bemerken, dass unser Weg auch Scheitern, Stolpern, Nichtwissen beinhaltete. Es wäre mit Schmerz oder Scham verbunden. Ein Ende besprechbar zu machen ist deswegen oft nicht Teil unserer alltäglichen Praxis.</p>
<p>Wir täten gut daran, neben dem Fortschritt auch die Regression oder die Annullierung des Fortschritts als gestaltbar anzuerkennen. Damit zu rechnen, dass es schief geht, dass etwas misslingen wird, wäre sehr gesund für uns. In Organisationen, im Privaten, in der Weltgemeinschaft.</p>
<p>Bisher nutzen wir vor allem eine Lösung: Eintrittswahrscheinlichkeiten berechnen, die Ver-Zahlung von Schicksalen. So ist Endlichkeit ausreichend entmenschlicht, wird vermeintlich kalkulier- und bearbeitbar. Alles andere, das Unerwartbare, muss die Ausnahme bleiben, sonst kann es nicht als Krise, und damit als „nicht menschengemacht, sondern Schicksal“, gerahmt werden. Wir müssten sonst Verantwortung übernehmen. Dann doch lieber Zufall – oder das Böse, die anderen. Krise erscheint uns handhabbarer.</p>
<h2>Gegenteil von Fortschritt <span style="mso-bidi-font-family: Calibri; mso-bidi-theme-font: minor-latin;">≠</span> Krise</h2>
<p>Eine Krise würde bedeuten, etwas wäre „Nicht-zu-erwarten-gewesen“, „Überraschend“, oder etwas sei ein Höhepunkt einer vorübergehenden problematischen Entwicklung (was gleichzeitig suggeriert, ab jetzt wird es wieder besser). Doch das Gegenteil von Fortschritt ist genauso normal wie der Fortschritt. In einer komplexen Welt geschehen Dinge, die zuverlässig dafür sorgen, dass nichts wieder an seinen Anfang zurückkehrt. Es gibt kein Es-wird-wieder-wie-früher. Das Gegenteil von Fortschritt ist auch Fortschritt: es ist ein sehr normales Endlichkeitsphänomen. Irgendetwas geht immer zu Ende.</p>
<p>Und so ist Aufhören können eine Bedingung für Neubeginn und beginnen zu können ist eine Bedingung dafür, aufhören zu können. Wer sich, der Organisation, der Gesellschaft nicht zutraut oder zugesteht, beginnen zu können, entwickelt Strategien, um nicht aufhören zu müssen.</p>
<h2>Strategien, um nicht aufhören zu müssen</h2>
<h3>Funktionale Differenzierung</h3>
<p>Wir schaffen Zuständigkeiten. In Organisationen werden Zuständigkeiten so kleinteilig organisieren, dass niemand sich für das große Ganze verantwortlich fühlen muss. Wir trennen Entscheidungskompetenzen und Expertise. Und auch im Privaten kriegen wir das hin. Ein Beispiel: Ich ernähre mich unterwegs, deswegen kann ich nicht entscheiden, dass ich nur regional Produziertes esse.</p>
<h3>Ziele setzen statt Handlungen beenden</h3>
<p>Wer Ziele definiert und sie nicht operationalisiert, kann sich tätig fühlen ohne Verantwortung übernehmen zu müssen. Ziele liegen in der Zukunft. Sie beruhigen das System. Ein aktuelles Beispiel: das 1,5 Grad-Ziel.</p>
<h3>Die Entscheidung, keine Entscheidungen zu treffen</h3>
<p>Wir sind so pluralistisch, wir halten mal alle Bälle in der Luft, verstehen alle Lager. Wir versuchen es lieber mit `False-Balance´ als uns dem Vorwurf auszusetzen, irgendjemandem keine Stimme gegeben zu haben. Nicht-Aufhören bedeutet hier: lass uns nochmal mit allen über alles reden, das ist Beteiligung, und Beteiligung ist ja per se etwas Gutes. Die Politik während der Corona-Pandemie ist ein schmerzhaftes Beispiel hierfür.</p>
<h3>Eigentlich</h3>
<p>Wir sammeln Wissen. Und glauben uns, das es noch mehr Wissen braucht. Das tun wir, obwohl wir wissen, dass Einsicht nur in seltenen Fällen zu neuem Handeln führt. Harald Welzer begründet dies damit, dass unsere moralischen Überzeugungen nicht handlungsleitend sind, sondern uns ja nur eine Richtschnur dafür geben, welche Begründung dafür geeignet ist, eine falsche Handlung mit einem richtigen Bewusstsein in Deckung zu bringen. Dafür haben wir das Scharnierwort „eigentlich“ in unseren Sprachgebrauch integriert. Eigentlich markiert den alltäglichen Widerspruch zwischen Anspruch und Handlung. So lässt es sich leichter mit inneren Widersprüchen leben. Gründe gibt es immer und sie kosten nichts. Noch nicht genug zu wissen ist eine gesellschaftlich akzeptierte Ausrede.</p>
<h3>Ritualmangel</h3>
<p>Die Kirche ist keine Ordnungsmacht mehr, ihre gesellschaftliche Funktion ist stark reduziert, aber sie hat oft noch ein Ritualmonopol. Wer nicht an Kirche angebunden ist, lernt weniger Rituale. Viele von uns kennen die wohltuende &amp; heilende Wirkung des gemeinschaftlichen Feierns oder Klagens und des „jede*r weiß verlässlich, was er/sie bekommt, wenn X eintritt“ nicht mehr. Es fehlt uns an Ritual-Kompetenz. Und da wir keine passenden Rituale kennen, wäre die Gestaltung eines jeden Endes ein individueller Kraftaufwand. Einfach weitermachen erscheint uns dann ökonomischer.</p>
<h2>Aufhör-Kompetenzen</h2>
<p>Aus diesen Vermeidungsstrategien können wir Kompetenzen ableiten, wie uns Aufhören leichter gelingen kann. Drei davon hier zur Inspiration:</p>
<h3>Rituale geben Abschieden eine Form</h3>
<p>Wenn die Form für den Abschied von etwas fehlt, das einmal bedeutsam war, dann halten wir besonders intensiv am Alten fest. Verlustaversionen führen nicht zu Veränderungen. Es fühlt sich an wie eine Entwertung oder Annullierung von Arbeitskraft, Qualifikation, Identität. Deswegen braucht es Übergangsriten.</p>
<p>Ängste und Trauer brauchen das Kollektiv. Jammern braucht Zeit und Raum, um sich in Klagen verwandeln zu können. Trauern ist Arbeit. Rituale unterstützen das Einordnen von Erinnerungen, das Verzeihen, das Wiedererstarken von Kontakt und Ressourcen.</p>
<p>Oft wird davon gesprochen, dass wir doch bitte Loslassen lernen sollen: Wir mögen uns doch bitte dem Neuen zuwenden, dem Alten nicht länger hinterherweinen. Ja, stimmt oft. Hüpft aber zu kurz. Davor braucht es noch etwas, das wir Aufhörarbeit nennen können: Dem Bisherigen einen angemessenen Platz gewähren. Der Platz kann in der Erinnerung, im eigenen Körper, im Storytelling der Organisation liegen.</p>
<p>Und ein Ende braucht ein Fest zur Würdigung des Bisherigen, zum Feiern des Erreichten, zur Wahrnehmung der Leistungen und zum Spüren der Gemeinsamkeiten.</p>
<h3>Gegenwärtig werden</h3>
<p>Aufhören ist der bewusste Jetzt-Moment. Der einzige Augenblick, in dem Wandel entstehen kann. Die Zeit der Veränderung ist die Gegenwart. Nicht die Vergangenheit, nicht die Zukunft. Und der Raum der Veränderung liegt innerhalb, nicht außerhalb unserer Grenzen. Deswegen brauchen Aufhör-Prozesse einen Milton-Erickson-Moment: Du hast jetzt hier alle Zeit der Welt!</p>
<p>Wir halten inne und bemerken, was zu ent-scheiden ist.</p>
<p>Was irritiert? Was ist relevant? Was ist hier zu lernen?</p>
<p>Solche Momente brauchen Vertrauen und Bezogenheit. Dieses Vertrauen in der Gegenwart fußt auf Versprechen, dass zumindest irgendetwas in der Zukunft noch so verlässlich und stabil sein wird wie in der Vergangenheit. Welche inneren Sicherheiten tragen uns, wenn das außen gerade nicht sicher ist?</p>
<h3>Wertedissonanzen ins Bewusstsein holen</h3>
<p>Aufhören gelingt leichter, wenn ein Danach gedacht und gespürt werden kann. Es braucht also ein Hin-Zu, das wirkmächtiger ist als die Wirklichkeiten des Bisherigen in all ihren Facetten von (Des-)Interessen, Macht, Gewohnheiten &#8230;</p>
<p>Unsere moderne Gesellschaft hat uns gelehrt, dass wir kontextabhängig verschiedene Rollen einnehmen. In unseren Rollen gelten teils widersprüchliche handlungsleitende Werte. Wir distanzieren uns in manchen Rollen von Werten, die wir an anderer Stelle einfordern. Niemand hat mehr durchgehend die gleichen Werte und behandelt situationsunabhängig wechselnde Anforderungen mit der gleichen Antwort.</p>
<p>Aufhören verlangt von uns, diese Paradoxien zu bemerken, zu benennen, und dann unsere Interessen, moralische Überzeugungen und unser aktives Rollenrepertoire so weit in Einklang zu bringen, dass Handlung entstehen kann. Das ist großes Kino. Kein Wunder, dass es so selten gelingt.</p>
<h2>Reflexionsfragen</h2>
<p>Konstruktives Aufhören braucht also Ritualisierung, Gegenwärtigkeit und Ausrichtung. Was liegt näher, als zur Reflexion unsere Lieblingsfragen im Futur II zu beantworten:</p>
<p style="margin-left: 18.0pt; mso-add-space: auto; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;"><span style="mso-ascii-font-family: Calibri; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: Calibri;"><span style="mso-list: Ignore;">&#8211;<span style="font: 7.0pt 'Times New Roman';">          </span></span></span>Angenommen, ich habe für mich und diese endliche Welt ausreichend aufgehört, wie werde ich ab jetzt gelebt haben?</p>
<p style="margin-left: 18.0pt; mso-add-space: auto; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;"><span style="mso-ascii-font-family: Calibri; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: Calibri;"><span style="mso-list: Ignore;">&#8211;<span style="font: 7.0pt 'Times New Roman';">          </span></span></span>Was will ich dann ab jetzt mit meinem Leben (nicht) gemacht haben?</p>
<p style="margin-left: 18.0pt; mso-add-space: auto; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;"><span style="mso-ascii-font-family: Calibri; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: Calibri;"><span style="mso-list: Ignore;">&#8211;<span style="font: 7.0pt 'Times New Roman';">          </span></span></span>Welche Wege will ich (nicht) gegangen sein?</p>
<p style="margin-left: 18.0pt; mso-add-space: auto; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;"><span style="mso-ascii-font-family: Calibri; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: Calibri;"><span style="mso-list: Ignore;">&#8211;<span style="font: 7.0pt 'Times New Roman';">          </span></span></span>Wie will ich mit meinen biographischen Wunden umgegangen sein, so dass ich ihnen ausreichend Chance auf Heilung gab?</p>
<p>… und dann, ganz langsam, in die Antworten hineinleben.</p>
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SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="List Continue 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Message Header"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="11" QFormat="true" Name="Subtitle"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Salutation"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Date"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text First Indent"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text First Indent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Note Heading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text Indent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Body Text Indent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Block Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Hyperlink"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="FollowedHyperlink"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="22" QFormat="true" Name="Strong"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="20" QFormat="true" Name="Emphasis"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Document Map"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Plain Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="E-mail Signature"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Top of Form"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Bottom of Form"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Normal (Web)"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Acronym"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Address"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Cite"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="HTML Code"/><br />  <w:LsdException 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<w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Outline List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Outline List 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Simple 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Classic 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Colorful 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Columns 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 7"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Grid 8"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 7"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table List 8"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table 3D effects 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Contemporary"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Elegant"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Professional"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Subtle 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Subtle 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Web 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Web 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Web 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Balloon Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Table Theme"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true" Name="List Paragraph"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true" Name="Intense Quote"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true" Name="Subtle Emphasis"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true" Name="Intense Emphasis"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true" Name="Subtle Reference"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true" Name="Intense Reference"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"/><br />  <w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"/><br />  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		<title>Brennst du?</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/brennst-du/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 14:19:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Generative Prozessbegleitung]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 04. Februar 2020 hatten wir das Vergnügen von Jonas für seinen Podcast interviewt zu werden. Es wurde eine sehr vergnügliche Zeit. Und da Jonas inzwischen einen anderen Podcast füttert, hat er uns unser Interview zur Verfügung gestellt. Wer also wissen möchte, wieso wir tun, was wir tun, warum wir brennen für das, was wir tun, der ist herzlich eingeladen hier hineinzuhören. Gute Unterhaltung!]]></description>
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		<title>Remote? Präsenz? Hybrid? Wie arbeiten wir weiter?</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/remote-praesenz-hybrid-wie-arbeiten-wir-weiter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2020 07:27:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[remote präsenz hybrid arbeiten Führung]]></category>
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					<description><![CDATA[Remote ist beides: entzaubert und entdeckt. Entzaubert, weil aktuell mehr Mitabeiter*innen die Entgrenzung von Arbeit, die Einsamkeit, die Ablenkung durch häusliche Herausforderungen, die Schwierigkeiten der Kommunikation und Entscheidungsfindung, die Technikquerelen etc. erfahren, durchlitten und immer öfter gemeistert haben. Entdeckt, weil konzentriert arbeiten für manche zuhause einfacher war; weil remote trotzdem bedeuten konnte, gemeinsam etwas zu [&#8230;]]]></description>
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									<p></p>
<p>Remote ist beides: entzaubert und entdeckt. Entzaubert, weil aktuell mehr Mitabeiter*innen die Entgrenzung von Arbeit, die Einsamkeit, die Ablenkung durch häusliche Herausforderungen, die Schwierigkeiten der Kommunikation und Entscheidungsfindung, die Technikquerelen etc. erfahren, durchlitten und immer öfter gemeistert haben. Entdeckt, weil konzentriert arbeiten für manche zuhause einfacher war; weil remote trotzdem bedeuten konnte, gemeinsam etwas zu schaffen; weil digitalisierte Kommunikationsformen zur neuen Gewohnheit wurden; weil sowohl Führung als auch Geführtwerden neu erlebt und gestaltet wurde. Und auch weil für sehr viele die Erfahrung von Krise und Gewöhnung an diesen Modus das gesamte Feld von Führung und Selbstorganisation bespielt hat. Das beständige Abwägen von:</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>braucht es hier klare Ansage, schnelle Entscheidung und Umsetzung von „oben“?</li>
<li>Ist das etwas, das bitte nach gesundem Menschenverstand jetzt erstmal jede*r für sich regelt?</li>
<li>Sind das die Strukturen, die wir noch brauchen? Brauchen wir andere? Wenn ja, welche? Und wer entscheidet mit wem wie darüber?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p> Diese Fragen ließen sich sicher noch erweitern.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Der Vor-Corona-Alltag der meisten hieß: Arbeit ist Präsenz in der Organisation. Nun haben wir kollektiv erfahren, was fehlt, wenn Präsenz nicht möglich ist. Wir schätzen (oder überhöhen) die Rituale und Möglichkeiten im Büro, die vorher selbstverständlich waren. Und merken auch, was nicht fehlt: bestimmte Besprechungen, Ablenkungen, Fahrzeiten, ja, auch manche Kolleg*innen.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wir vermuten, dass viele von denen, die vorher dachten: <em>„Wer zuhause arbeitet, tut nix!“</em>, davon geheilt sind. Und diejenigen, die viel remote gearbeitet haben, erkennen vielleicht, wie nützlich die gemeinsame Basis, eine Ver-Ortung ist.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Noch gibt es kein neues Normal, wir stecken in einer Übergangsphase. Viele kehren zurück ins Büro. Dort treffen wir auf neue Regeln, die noch nicht wirklich verhandelt wurden und noch nicht gelebt werden. Und es schwelen die alten Regeln, die so nicht mehr lebbar sind, und dennoch als Gewohnheiten hier und da wieder Einzug halten. Das Aushandeln neuer und alter Regeln geschieht mal bewusst, oft nebenbei.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Ein Ansatz, wie die Erfahrungen aus der remote-Zeit nun in eine neue Arbeitsorganisation eingebettet werden können, scheint darin zu liegen, dass mehr Menschen hybrid arbeiten: mal remote, mal präsent.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Bevor diese Idee Wirklichkeit werden kann, bedarf es – aus unserer Sicht – noch einiger Überlegungen und Entscheidungen. In einem Austausch von Berater*innen und Vertreter*innen aus Unternehmen unseres Netzwerkes, sind wir auf folgende Fragen, die vermutlich erweiterbar sind gestoßen.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-color" style="color: #67aa47;">Thema: Führung</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Wie verändert sich die Rolle von Führung, wenn Arbeitsstrukturen für hybrides Arbeiten geschaffen sind?</li>
<li>Ist Präsenz dann als eine Basis definiert oder gleichwertig mit remote?</li>
<li>Wie kann Führung auch hybrid gelebt werden?</li>
<li>Wann und wie sollte Führung schwerpunktmäßig in Präsenz gelebt werden, um das Zusammenspiel von remote und Präsenz zu begleiten?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-color" style="color: #67aa47;">Thema: Gerechtigkeit</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Wie wollen wir damit umgehen, dass in den Köpfen „Präsentismus“ nach wie vor verbreitet ist?</li>
<li>Gibt es eine &#8211; wenn auch unsichtbare &#8211; Hierarchie zwischen Menschen im Home-Office und im Office-Office (Karriere macht nur, wer sichtbar ist?)?</li>
<li>Wie kann beim Wechsel von präsent und remote Chancengleichheit für Frauen gesichert werden, wenn sich in der aktuellen Krise abzeichnete, dass Frauen wieder (noch!) mehr Verantwortung für Kinder und Haushalt übernehmen?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-color" style="color: #67aa47;">Thema Gesundheit</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Ist hybrides Arbeiten für alle geleichermaßen gesund?</li>
<li>Bleibt die Möglichkeit, die Arbeit vollständig in der Organisation zu erledigen, erhalten, für das vermutete Drittel, welche diese Variante für sich präferiert? Wie wird verhindert, dass es ein belastendes Stigma wird, nicht hybrid zu arbeiten?</li>
<li>Wie gelingt es, die Phase des Ausprobierens über die Extremsituation des Lockdown hinaus zu verlängern, um auszutesten, wie die unterschiedlichen Varianten sich langfristig auswirken?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p>Aus unserer Sicht hat die Auseinandersetzung mit diesen Fragen eine hohe Bedeutung, um Vertrauen, gesunde Führungsarbeit und Innovationsfähigkeit in den Organisationen zu sichern.</p>
<p></p>
<p></p>
<h1 class="wp-block-heading">Das Tool</h1>
<p></p>
<p></p>
<p>In vielen Organisationen stehen aktuell Teams vor der Frage: Wie werden wir jetzt zügig arbeitsfähig nach dem, wie es früher war, nach dem, wie es im Lockdown war und vor dem „neuen Normal“.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wir haben ein Tool entwickelt, dass Teams darin unterstützt, diese Übergänge gemeinsam zu gestalten.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Unsere Diskussion legt als Grundlage die Schleife von:</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="863" height="467" class="wp-image-2155" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Was-braucht-die-Organisation.png" alt="" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Was-braucht-die-Organisation.png 863w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Was-braucht-die-Organisation-300x162.png 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Was-braucht-die-Organisation-768x416.png 768w" sizes="(max-width: 863px) 100vw, 863px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Wenn Arbeitsorganisation so re-organisiert werden soll, dass möglichst viele Mitarbeitende damit zufrieden sind und sie möglichst produktiv sind, dann ist dies ein Aushandlungsprozess, der alle integriert. Wir schlagen folgende Schritte vor:</p>
<p></p>
<p></p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li>Sortierung der Arbeitsinhalte des Teams in einer Systematik, die wir im Folgenden vorstellen.</li>
<li>Individuelle Positionierung und Reflexion der Mitarbeitenden, welche Präferenzen sie haben, was sie brauchen, um gut arbeiten zu können und gesund zu bleiben (wer dazu mehr wissen will, auch dazu haben wir etwas entwickelt, meldet euch!)</li>
<li>Rahmen definieren: was muss/möchte jenseits der Arbeitsinhalte durch das Team gewährleistet werden (Erreichbarkeiten, Soziales Miteinander, Kontakte außerhalb des Teams)</li>
<li>Verbindung der Ergebnisse von 1, 2 &amp; 3 und Aushandlung. Daraus entstehen eventuell neue Arbeitsverteilungen. Und Organisations- und Mitarbeitenden-gerechte hybride Arbeitsstrukturen.</li>
</ol>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">1.      Das Hybride-Arbeit-Canvas</h2>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="564" class="wp-image-2149" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-1024x564.jpg" alt="Ein Bild, das Text, Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-1024x564.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-300x165.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-768x423.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-1536x847.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1.jpg 1620w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Das hier gezeigte Canvasboard ist ein online-collaboration-template, kann aber natürlich auch offline an einer Stellwand gestaltet werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<h3 class="wp-block-heading">Und nun im Detail</h3>
<p></p>
<p></p>
<p>Es gibt zwei Varianten die Arbeit am Board zu beginnen:</p>
<p></p>
<p></p>
<p>A: alle überlegen gemeinsam, was das Team eigentlich konkret tut, die Farbe der Post-it tut nichts zur Sache.  (Diese Variante macht Sinn, wenn sowieso auch darüber nachgedacht werden soll, ob die Verteilung so wie bisher noch passt oder wenn es gesünder für die Teamstimmung ist, wenn erstmal menschenunabhängig auf Arbeit geguckt wird)</p>
<p></p>
<p></p>
<p>B: jede*r wählt eine Post-it Farbe und schreibt auf diese, alle Arbeiten, die sie/er erledigt. (Diese Variante macht Sinn, wenn die Aufgaben personengebunden bleiben und oder es gesund für das Team ist, wenn mal jede*r sieht, was die anderen eigentlich noch so alles tun)</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Und dann geht es von links nach rechts.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die Mitarbeitenden füllen (online geht das auch asynchron) Spalte 1:</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" class="wp-image-2150" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-1024x682.jpg" alt="Ein Bild, das Zeichnung enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-1024x682.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-300x200.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-768x512.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-1536x1023.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2.jpg 1837w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Dann sortieren sie die Aufgaben nach individuellen Arbeiten und kollaborativen Tätigkeiten:</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="967" class="wp-image-2151" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-1024x967.jpg" alt="Ein Bild, das Text, Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-1024x967.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-300x283.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-768x725.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-1536x1450.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3.jpg 1543w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Und sortieren diese wiederum in remote und präsenz. Spätestens ab hier sollte der Prozess synchron und in Diskussion geschehen, denn die Erfahrungen könnten hier divergieren.</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="702" height="1024" class="wp-image-2152" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-702x1024.jpg" alt="Ein Bild, das Text, Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-702x1024.jpg 702w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-206x300.jpg 206w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-768x1120.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-1053x1536.jpg 1053w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4.jpg 1242w" sizes="(max-width: 702px) 100vw, 702px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Die kollaborativen Tätigkeiten brauchen eine weitere Sortierung:  Die Sortierung nach Zeit. Muss daran zeitgleich gearbeitet werden oder geht es auch zeitversetzt? Und hier haben wir in grün noch dazugefügt: mit welchen Tools stellen wir diese Kollaborationen sicher, denn die meisten Organisationen haben in den letzten Wochen neue Erfahrungen mit Teams, Slack, Trello &amp; Co gemacht und hier könnte der Moment sein, diese Erfahrungen zu reflektieren.</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="704" class="wp-image-2153" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-1024x704.jpg" alt="Ein Bild, das Text, Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-1024x704.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-300x206.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-768x528.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-1536x1055.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5.jpg 1809w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Auch diejenigen, die allein remote arbeiten, arbeiten in der Regel in/mit Tools, die könnten hier auch noch Erwähnung finden:</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="294" class="wp-image-2154" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-1024x294.jpg" alt="" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-1024x294.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-300x86.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-768x221.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-1536x442.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-2048x589.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Auf Grundlage dieser Sortierung kann nun die Struktur der zukünftigen Arbeitsorganisation betrachtet werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Aus organisationaler Sicht:</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wie viel Präsenz braucht dieses Team, wie viel Büro und Besprechungsraum brauchen wir wohl, um Abstandsregeln etc. einhalten zu können? Wie viele Tage arbeitet wer remote? Welche Tage/zeiten eignen sich für Präsenz-Meetings, Präsenz-Veranstaltungen etc.? Was bedeutet das für Organisation, Führung, Mitarbeiter*innenvertretung, Diversity?</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Aus individueller Sicht kommt eine weitere Ebene dazu.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Alle haben in der remote Phase unterschiedliche Erfahrungen gemacht, manche fanden alleine zuhause arbeiten für sich ungeeignet, andere genossen die Zeit vielleicht, wieder andere hätten Strukturen gebraucht, die es nur im Büro gibt oder sich nun Strukturen geschaffen, die im Büro nicht mehr gehen, ihnen aber nützlich sind. Und so sollten &#8211; bevor die neuen hybriden Zeiten verhandelt werden &#8211; die individuellen sozialen und arbeitsorganisatorischen Bedürfnisse einbezogen werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">2.      Individuelle Bedürfnisse</h2>
<p></p>
<p></p>
<p>Dafür haben wir ein Fragen-Canvas entwickelt, das es den Mitarbeitenden ermöglicht, ihre Erkenntnisse der letzten Wochen zu reflektieren, zu sortieren und daraus erwünschte Arbeitsstrukturen abzuleiten. Bei Interesse gerne melden!</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">3.      Rahmen</h2>
<p></p>
<p></p>
<p>Natürlich spielt auch die Gesamtorganisation eine große Rolle. Der Rahmen könnte zum Beispiel vorsehen, dass es sinnvoll ist, wenn an bestimmten Tagen bestimmte Menschen verlässlich im Büro arbeiten oder verlässlich zu bestimmten Zeiten erreichbar sind oder oder oder.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Sobald 1, 2 &amp; 3 sortiert und diskutiert sind, ergibt sich ein Gesamtbild, aus dem die individuellen hybriden Strukturen entwickelt werden können.</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wir freuen uns über Rückmeldungen und stehen auch gerne zur Verfügung, wenn jemand für diesen Prozess externe Moderation möchte.</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Seit mehr als 10 Jahren, nehmen wir uns (mindestens) zweimal im Jahr einen Tag Zeit, um mit Kolleg<em>innen und Freund</em>innen über aktuelle Fragen, Themen, Anliegen und Methoden zu sprechen, diese auszuprobieren oder einfach nur gemeinsam nachzudenken. Das haben wir auch am 02.06.2020 gemacht. Mit dabei waren Berater*innen aus Düsseldorf, Hamburg und Hannover; eine interne Beraterin aus der IT-Branche, ein Personalrat und eine Managerin aus einem Industriebetrieb. Allen gemein war, dass wir dieses Mal (wie viele in den letzten Monaten und vermutlich auch in Zukunft) das ganze „remote“ gemacht haben. Wir saßen also in unseren örtlichen Büros, Homeoffices oder am Küchentisch und haben online gemeinsam und in wechselnden Gruppen gearbeitet.</p>
<p><cite>Wir nennen dieses Format des Netzwerks und Instituts Gesunde Karriere: Unter uns</cite></p>
</blockquote>
<p></p>
<p>it</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gesundekarriere.de/remote-praesenz-hybrid-wie-arbeiten-wir-weiter/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ja, auch wir pokern!</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/1710-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 13:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
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					<description><![CDATA[Erst dachten wir: nette Spielerei, doch inzwischen sind wir alle angefixt:Das Delegationspoker-Spiel ist eine wunderbare Methode, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsfreiräume mit Teams spielerisch zu erforschen. Das Kartenspiel ermöglicht Transparenz und entlastet so alle Beteiligten. Es veröffentlicht, wie viel Selbstorganisation möglich und gewünscht ist und verbessert die Verständigung, weil die Mitspielenden zukünftig eineindeutiger sprechen. In diesem Blog [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="1710" class="elementor elementor-1710" data-elementor-post-type="post">
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				<div class="elementor-widget-container">
									<p></p>
<p>Erst dachten wir: nette Spielerei, doch inzwischen sind wir alle angefixt:<br />Das Delegationspoker-Spiel ist eine wunderbare Methode, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsfreiräume mit Teams spielerisch zu erforschen. Das Kartenspiel ermöglicht Transparenz und entlastet so alle Beteiligten. Es veröffentlicht, wie viel Selbstorganisation möglich und gewünscht ist und verbessert die Verständigung, weil die Mitspielenden zukünftig eineindeutiger sprechen. In diesem Blog stelle ich den Delegationspoker und die sieben Modi des Delegierens vor, beschreibe zwei mögliche Spielvarianten und stelle ein paar Fragen vor, die<br />die Nachhaltigkeit der Erkenntnisse vorbereiten.</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">Meta-Verständigung erhöhen</h2>
<p></p>
<p></p>
<p>Der erste erhellende Moment, wenn wir mit dem Delegation Poker arbeiten, ist oft die Erkenntnis, dass das Übertragen von Verantwortung nicht als „entweder-oder“ strukturiert ist.</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Die ersten drei Modi funktionieren nach der Prämisse: Ich entscheide, aber ich beziehe Dich oder Euch im Team mehr oder weniger mit ein.</li>
<li>Die letzten drei Modi sagen: Du entscheidest bzw. Ihr entscheidet, aber Ihr bezieht mich (als Führungskraft) mehr oder weniger mit ein.</li>
<li>Und der Modus Vier lautet: Wir finden gemeinsam eine Entscheidung.</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="612" height="804" class="wp-image-1711" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2019/11/Delegationspoker-1.jpg" alt="" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2019/11/Delegationspoker-1.jpg 612w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2019/11/Delegationspoker-1-228x300.jpg 228w" sizes="(max-width: 612px) 100vw, 612px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Manchmal arbeiten wir nur mit dem Flipchart und diskutieren, wann welche Form der Delegation nötig ist. Das ist oft schon sehr erhellend. Das<br />Kartenspiel zücken wir dann, wenn das Thema Selbstorganisation im Fokus steht oder wir den Eindruck gewinnen, dass die Vorstellungen der Anwesenden bzgl. Verantwortung sehr unterschiedlich sind und dafür bisher keine gut verstehbaren Worte gefunden werden können. Denn mit dem Pokerspiel werden auf spielerische Weise Entscheidungsprozesse besprechbar, Verantwortlichkeiten verteilt und neue Handlungsregeln aufgestellt. Im Anschluss sind alle Beteiligten bewusster und können präziser (ein)fordern, was sie brauchen.</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">Wir spielen</h2>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Entscheidungssituationen</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Um spielen zu können, benötigen wir konkrete Entscheidungssituationen aus dem Arbeitsalltag. Entweder haben wir in der Auftragsklärung diese bereits erhoben oder die Anwesenden erarbeiten in der Veranstaltung, welche Entscheidungssituationen in den letzten Wochen und<br />Monaten unklar waren.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die Entscheidungssituationen sind idealerweise auf folgende Weise beschrieben:</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Konkrete Situation (Zuständigkeiten, Rollenunklarheiten, unklare Entscheidungskompetenzen, unklare Erwartungshaltungen)</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Beteiligte Akteure (FK und ein konkretes Teammitglied, verschiedene Teammitglieder, das gesamte Team etc.)</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Zwei Settings</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>1. Fishbowl</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die erste Situation wird gewählt.<br />Die darauf benannten Akteure begeben sich in die Fishbowl, weitere Plätze<br />werden zufällig besetzt, so dass 7 Spieler im Fishbowl sitzen. Die<br />Nicht-Situationsbeteiligten Mitspielenden bringen eine Außenperspektive ein, die vor allem in Konflikt besetzten Situationen normalisierend wirken kann.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Alle anderen verbleiben in der Beobachter*innenrolle und umrahmen die Fishbowl.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>2. Alle Anwesenden sind in Aktion</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Gruppen von fünf bis sieben Personen versammeln sich um einen Pokertisch und bekommen zeitgleich je eine Situation vorgelegt (egal, ob sie an dieser beteiligt sind oder nicht)</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Vorgehen</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Alle Spieler*innen betrachten die Situation aus der Perspektive der Führungskraft bzw. der Entscheidungsgeber*in. Also: Die Abteilungsleiterin spielt die Karte, die sie gerne im echten Leben zücken<br />möchte, der Mitarbeiter zückt die Karte mit dem Modus, den er sich von seiner Leitung erhofft.</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li><em>„Wenn ich das delegieren würde, dann wäre folgender Modus in meinen Augen angemessen: …“</em></li>
<li><em>„Wenn meine Führungskraft das an mich delegieren würde, dann fänge ich folgenden Modus angemessen…“</em></li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p>Jede*r Spieler*in erhält ein Kartenset, bestehend aus sieben Karten: den sieben Delegationsmodi.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Jede*r wählt aus seinen Karten die entsprechenden Modus und auf Komando werden die Karten alle in die Mitte geworfen.</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Betrachtet die Einschätzungen und diskutiert die unterschiedlichen Betrachtungsweisen. Diejenigen mit der niedrigsten und höchsten Karte beginnen.</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>was genau hat mich dazu bewogen, diesen Modus zu wählen? Was brauchen wir voneinander, von Führung, wenn wir da so machen würden?</li>
<li>Welche ähnlichen Situationen kommen uns in den Sinn, die den jetzt diskutierten ähnlich sind? Was schlussfolgern wir für diese Situationen?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p>Wenn ausreichend diskutiert wurde, kann zur nächsten Entscheidungssituation übergegangen werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Abschließend kann auf der Metaebene noch diskutiert werden:</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>worauf können wir uns einigen, wo bleiben wir im Dissens?</li>
<li>Wie gehen wir zukünftig mit dem Dissens an dieser Stelle um?</li>
<li>Wie halten wir die unterschiedlichen Wünsche von Freiheitsgraden und Verantwortungsübernahme gut aus?</li>
<li>Wie erinnern wir uns bei zukünftigen Entscheidungssituationen an die sieben Modi und veröffentlichen unsere Vorstellungen?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p>Nehmen wir also Friedrich Schiller beim Wort: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ – und pokern wir lustvoll um Entscheidungen!</p>
<p></p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt. (Ludwig Wittgenstein)</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/die-grenzen-meiner-sprache-bedeuten-die-grenzen-meiner-welt-ludwig-wittgenstein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antje Mein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2020 11:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gesundekarriere.de/?p=2094</guid>

					<description><![CDATA[Ein Blog-Beitrag zum internationalen Frauentag mit vielen Ausrufezeichen und Fragezeichen Frauen auftauchen lassen! Es gibt aus viele Gründe, Frauen explizit mehr in der Sprache zu berücksichtigen. Wir gehen davon aus, dass unsere Sprache das Denken und auch das Bewusstsein bestimmt. Dies lässt sich wissenschaftlich belegen. Ein Beispiel hierfür ist ein oft rezipiertes und inzwischen vielfach [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Blog-Beitrag zum internationalen Frauentag mit vielen Ausrufezeichen und Fragezeichen</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p><strong>Frauen auftauchen lassen!</strong></p>



<p>Es gibt aus viele
Gründe, Frauen explizit mehr in der Sprache zu berücksichtigen. Wir gehen davon
aus, dass unsere Sprache das Denken und auch das Bewusstsein bestimmt. Dies
lässt sich wissenschaftlich belegen. Ein Beispiel hierfür ist ein oft
rezipiertes und inzwischen vielfach wiederholtes Experiment: Eine Gruppe von
Proband*innen wurde nach berühmten Politikern, Sportlern, Schriftstellern,
Malern usw. gefragt, eine weitere Gruppe nach berühmten Politikerinnen und
Politikern, Sportlerinnen und Sportlern, Schriftstellerinnen und Schriftstellern,
Malerinnen und Malern usw. Die Ergebnisse zeigten: in der zweiten Gruppe gab es
bis zu einem Drittel mehr Nennungen von Frauen als in der ersten Gruppe. Das
heißt, Sprache beeinflusst nicht nur unser Denken, sie schafft auch Realität.
Sprechen wir beispielsweise nur von Geschäftsführern, sowie von KrankenSchwestern,
ziehen möglicherweise weniger Frauen respektive Männer diese Berufsfelder von
vorneherein für sich in Betracht. Sucht ein Unternehmer einen Nachfolger,
findet er keine Frau für diese Position. Die Wissenschaftlerin Evelyn Ferstl* verdeutlicht:
„Beim generischen Maskulinum stellt man sich eine männliche Gruppe vor.“
Sprache beeinflusst die Gleichberechtigung der Geschlechter, so ihr Ansatz. Und
wenn Frauen nicht explizit genannt werden, werden sie eben auch nicht
mitgedacht.</p>



<p><strong>Frauen verdienen weiter weniger als Männer, geht’s noch? </strong></p>



<p>In einer repräsentativen Studie
des Bundesfamilienministeriums von 2016 hatten Frauen im Alter zwischen 30 und
50 Jahren etwa die gleichen Schulabschlüsse wie Männer &#8211; und 82 Prozent hatten
eine berufliche Qualifikation. Dennoch waren nur 39 Prozent der Frauen in
Vollzeit beschäftigt, aber 88 Prozent der Männer. Über ein eigenes
Nettoeinkommen von mehr als 2000 Euro verfügten nur zehn Prozent der Frauen,
aber 42 Prozent der Männer. Dafür gibt es viele, auch strukturelle Gründe.
Meine Hypothese dazu schließt an die Erkenntnisse der Studien von Frau Ferstl
an: Mit Sprache manifestieren wir Strukturen, die Frauen abhängig halten und
Altersarmut wahrscheinlicher machen.</p>



<p><strong>Respekt!</strong></p>



<p>Erfolgreiches, sinnvolles Arbeiten
folgt einer Grundordnung im respektvollen Umgang miteinander. Respekt lässt
sich auch über Sprache zeigen, indem nicht nur das generische Maskulinum
verwendet wird, bei dem andere Geschlechter einfach unerwähnt bleiben oder bloß
„mitgemeint“ sind, sondern alle angesprochen werden.</p>



<p><strong>Das verändert unsere Sprache? Ja! </strong></p>



<p>Sprache befindet sich seit jeher
im Wandel, weshalb beispielsweise auch die wenigsten von uns des
Mittelhochdeutschen mächtig sind. Ein Sprachwandel hin zu einer
geschlechtergerechten Sprache stellt mithin keinen Bruch, sondern eine
kontinuierliche Weiterentwicklung von Sprache dar. Dass es auf dem Weg dahin
vielleicht holpert und manche Formulierungsversuche uns sperrig erscheinen,
liegt in der Natur der Sache. Wir sind die Worte noch nicht gewohnt. Doch
Gewohnheit heißt Stillstand, wagen wir die Irritation! </p>



<p><strong>Und außerdem ist es RECHT, also SOLL!</strong></p>



<p>Das Grundgesetz, das Allgemeine
Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und andere normative Grundlagen verlangen
explizit die Gleichstellung der Geschlechter. Zahlreiche Beschlüsse dienen
dazu, die Chancengleichheit von Frauen und Männern zu verwirklichen. Dazu
gehört z.B. auch die Gleichbehandlung der Geschlechter in der Rechtssprache,
denn ein geschlechtergerechter Sprachgebrauch, der Frauen und Männer explizit
nennt, gezielt anspricht, wertfrei bezeichnet und somit wahrnehmbar macht, ist
ein wichtiger Schritt zur Realisierung von Gleichstellung und
Chancengleichheit. In Niedersachsen schreibt der „Beschluss des Landesministeriums
über Grundsätze für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der
Rechtssprache“ vom 9.Juli 1991 (Nds. MBl. S.911) die Verwendung einer
geschlechtergerechten Sprache vor.</p>



<p><strong>Was wir in unserer Arbeit als Prozessbegleiter*innen tun</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wir arbeiten als Prozessbegleiter*innen in der Regel mit Menschen
unterschiedlicher Geschlechter und versuchen diese Tatsache auch durchgängig
sprachlich zu berücksichtigen.</li><li>Wir gehen über Sprache in Kontakt.</li><li>Wir sichern über Sprache Verständigung und Partizipation. Auch
wenn wir damit Menschen irritieren oder nerven.</li><li>Wenn wir einen Anspruch auf Qualität in der Prozessbegleitung
erheben, solle sich dieser auch in der Sprache widerspiegeln.</li><li>Und mal ehrlich, liebe Leser*innen, </li><li>wenn die Rechts- Verwaltungsvorschriften des Bundes und der Länder
bereits seit Anfang der 90er Jahre anordnen, im dienstlichen Schriftverkehr die
Gleichstellung von Frauen und Männern sprachlich zum Ausdruck zu bringen –
sollte es doch möglich sein, dies auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen
umzusetzen – so auch in unserer Arbeit. </li></ul>



<p>8. März 2020: Mach Deine Welt größer!</p>



<p></p>



<p><strong>Quellen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Iris Bohnet, Whats works, Wie Verhaltensdesigne die Gleichstellung
revolutionieren kann, C.H. Beck 2017</li><li>Ferstl, Evelyn C.; Kaiser, Anelis:&nbsp;
www.ssoar.infoSprache und Geschlecht: wie quantitativeMethoden aus der
Experimental- undNeuropsychologie einen Beitrag zurGeschlechterforschung
leisten könnenFerstl, Evelyn C.; Kaiser, Anelis</li><li><a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inland/genderpaygap-103.html">https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inland/genderpaygap-103.html</a></li><li><a href="https://niedersachsen.de/arbeit_soziales/gleichberechtigung/gleichstellungsbeauftragte_obersten_landesbehoerden/zusammenarbeit-20083.html">https://niedersachsen.de/arbeit_soziales/gleichberechtigung/gleichstellungsbeauftragte_obersten_landesbehoerden/zusammenarbeit-20083.html</a>
Stand 2018</li><li>&nbsp;Leitfaden
geschlechtergerechte Sprache. Hochschule Emden Leer. April 2016</li><li>Müller, Johanna: Geschickt Gendern.
http://www.geschickt-gendern.de/. Stand: 24.02.2016.</li></ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was für ein hoffnungsvolles Buch!</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/was-fuer-ein-hoffnungsvolles-buch/</link>
					<comments>https://www.gesundekarriere.de/was-fuer-ein-hoffnungsvolles-buch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 11:58:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.gesunde-karriere.de/?p=1700</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe Norman Doidge „Neustart im Kopf. Wie sich unser Gehirn selbst repariert“ gelesen. Und bin so inspiriert. Das Buch strotzt nur so vor Geschichten der jüngeren Medizingeschichte, die belegen, dass das Wissen darüber, wie unser Hirn funktioniert – so lückenhaft es immer noch sein mag – doch heute schon für viele menschliche Herausforderungen Lösungsfindungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe <strong>Norman
Doidge „Neustart im Kopf. Wie sich unser Gehirn selbst repariert“</strong> gelesen.
Und bin so inspiriert. Das Buch strotzt nur so vor Geschichten der jüngeren
Medizingeschichte, die belegen, dass das Wissen darüber, wie unser Hirn
funktioniert – so lückenhaft es immer noch sein mag – doch heute schon für
viele menschliche Herausforderungen Lösungsfindungen erleichtert. Norman Doidge
schreibt so, dass es sowohl spannend als auch unterhaltsam ist und wir ganz
nebenbei zum Beispiel lernen dürfen, warum Füße so ein weit verbreiteter
Fetisch sind (In den 1930er Jahren wies der Neurochirurg Dr. Wilder Penfield
nach, dass bestimmte Bereiche des Gehirns für bestimmte Bereiche des Körpers
zuständig sind und erstellte die erste „Landkarte“ des Gehirns. Es zeigte sich
z.B., dass die jeweiligen Bereiche für Füße und Genitalien genau nebeneinanderliegen.
Das ist vermutlich der Grund dafür, dass der Fuß als Fetischobjekt verbreiteter
ist als Hand oder Ellenbogen.).<br>
<br>
Jahre lang waren Wissenschaftler*innen davon überzeugt, dass sich das Gehirn im
Kindesalter ausbildet und dann so bleibt, wie es ist, bis es im Alter langsam
nachlässt und uns irgendwann im Stich lässt. Mittlerweile hat sich dieses Bild
gewandelt. In den letzten Jahren wurde immer mehr über die sogenannte <strong>Neuroplastizität</strong>
bekannt, die Fähigkeit des Gehirns, sich den Umständen anzupassen und sich weiterzuentwickeln.
Diese Fähigkeit führt dazu, dass unser Gehirn erstaunliche Selbstheilungskräfte
entwickelt. „Neustart im Kopf“ zeigt Beispiele, in denen es gesunden Teilen des
Gehirns gelang, Aufgaben von durch Krankheit oder Unfall verlorenen Teilen des
Gehirns zu übernehmen. Und sogar ohne Teile unseres Gehirns zu verlieren,
können wir unser Gehirn neuroplastisch trainieren: <strong>Anregende Aktivitäten
verbessern die Struktur unseres Gehirns und damit unser Denkvermögen. </strong>Durch
Umgebungen und Aktivitäten, die uns geistig herausfordern und anregen werden
Strukturen im Hirn verändert und es kann besser Denken. Sogar Ratten, die in anregenderer
Umgebung gehalten werden, bilden mehr Neurotransmitter als ihre gelangweilten
Artgenossen. Und Neurotransmitter sind unser „Hirndünger“.</p>



<p><strong>Auch sehr spannend
ist sein Kapitel über Angst. </strong>Wir
sind alle gut darin, uns hin und wieder Sorgen zu machen. Wenn die Angst nicht
wieder verschwindet, liegt das, so Doidge, oft darin, dass der Teil des
Gehirns, der dafür zuständig ist, Ängste abzuschalten, nicht funktioniert. Doch
das ist reparierbar, mit Hilfe von Aufmerksamkeitsübungen (sobald die Angst
zuschlägt, tun die Patienten etwas, das sie mögen, z.B. ihr Lieblingslied
hören, zum Workout gehen oder sich umarmen lassen) kann die Hirnaktivität
„Angst“ nach und nach positiv konnotiert werden, und das neue Gefühl, die
Freude über ein schönes Erlebnis, übernimmt schrittweise die Aufgaben des
Angstbereiches, das Hirn vernetzt sich neu, dies ist in Gehirnscans nachweisbar.
Hier gibt es also neurowissenschaftliche Beweise dafür, warum unsere
hypnotherapeutische Arbeit der Problem-Lösungs-Gymnastik (wir nutzen das
ungewollte Gefühl als willkommene Erinnerungshilfe für das, wie wir uns fühlen
wollen) so gut funktioniert. (mehr dazu in meinen Artikel Tanz der Phänomene LINK – wer ihn haben möchte, bitte melden, wir
verschicken ihn gerne als PDF)</p>



<p>Außerdem gibt es noch
spannende Kapitel über die neuroplastische Behandlung von Phantomschmerzen, über
die Entstehung von sexuellen Vorlieben und die Stärkung von Muskeln und
Koordination durch Imagination und vieles mehr.</p>



<p><strong>Und: wie wir unser
Gehirn möglichst lange jung halten!</strong> Es bleibt wahr, dass unser Gehirn in jungen Jahren schneller lernt,
verlernt, umlernt. Doch die Lernfähigkeit verschwindet nie ganz. Und eine der
bedeutsamsten neueren Erkenntnisse: Stammzellen altern nicht. Sie haben
die Fähigkeit, sich unendlich oft zu teilen und sich in Neuronen oder
Gliazellen auszubilden. Diese Fähigkeit behalten sie bis zu unserem Tod, egal
wie alt wir werden. Der Nachweis dieser Stammzellen ist eine Revolution. Denn
er bedeutet, dass wir unser Gehirn selbst jung halten können. Dazu tragen vor
allem anregende Umgebungen bei: Wer öfter etwas Neues ausprobiert, regt die
Stammzellen dazu an, sich zu teilen und neue Neuronen auszubilden. Das kann
alles Mögliche sein: Wir können eine neue Sprache lernen, uns mit ungewohnten
Themen oder Menschen auseinandersetzen oder uns in vollkommen unbekannte
Situationen manövrieren. Das alles hält unser Gehirn jung. Hauptsache: wir tun
etwas, das NEU ist. Anschlusslernen zählt nicht. Also: wagt das Unbekannte.
Lernt chinesisch oder stricken, geht flyboarden, trefft euch mit Menschen
außerhalb eurer Filterblase. 

Auf einen guten Neustart im Kopf!



</p>
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