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	<title>Führung &#8211; Institut Gesunde Karriere</title>
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	<title>Führung &#8211; Institut Gesunde Karriere</title>
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	<item>
		<title>Triade der Generativen Prozessbegleitung</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/triade-der-generativen-prozessbegleitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Aug 2023 08:33:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Hypnotisches]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Basismodell unserer Weiterbildung ist nun veröffentlicht. Wer mehr dazu lesen möchte: in DER Branchen-Zeitschrift für Training, Beratung und Coaching „Training aktuell“ im Juli 2023 haben wir dazu einen Artikel veröffentlichen. Verlinkung zum Artikel Seit September 2023: wenn Sie sich für den Artikel interessieren, schreiben Sie uns, dann erhalten Sie ihn gratis als PDF!]]></description>
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<p>Das Basismodell unserer Weiterbildung ist nun veröffentlicht. Wer mehr dazu lesen möchte: in DER Branchen-Zeitschrift für Training, Beratung und Coaching „Training aktuell“ im Juli 2023 haben wir dazu einen Artikel veröffentlichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><a href="https://www.managerseminare.de/ta_Artikel/Coachingmodell-Triade-der-Generativen-Prozessbegleitung-Im-Dreiklang-zur-Erkenntnis,283660">Verlinkung zum Artikel</a></h2>



<p>Seit September 2023: wenn Sie sich für den Artikel interessieren, schreiben Sie uns, dann erhalten Sie ihn gratis als PDF!</p>
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			</item>
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		<title>Vorbild an Fehlbarkeit</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/vorbild-an-fehlbarkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2022 06:47:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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					<description><![CDATA[Führung Hybrider Arbeitswelten Führungspersonen sollten Vorbild an Fehlbarkeit sein. Fehlbarkeit zu ermöglichen ist, den Forschungen von Amy Edmondson folgend, eine der wichtigsten Einflussmöglichkeiten auf psychologische Sicherheit in der Organisation. Die Vorbildfunktion von Führung war schon vor der Pandemie oft herausfordernd. Aktuell scheint sie mir zentraler denn je. Die Zeiten sind weiterhin – und für unsere [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Führung Hybrider Arbeitswelten</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/08/20200820_120026.jpg" alt=""/></figure>



<p>Führungspersonen sollten Vorbild an Fehlbarkeit sein. Fehlbarkeit zu ermöglichen ist, den Forschungen von Amy Edmondson folgend, eine der wichtigsten Einflussmöglichkeiten auf psychologische Sicherheit in der Organisation.</p>



<p>Die Vorbildfunktion von Führung war schon vor der Pandemie oft herausfordernd. Aktuell scheint sie mir zentraler denn je. Die Zeiten sind weiterhin – und für unsere Psyche eigentlich schon viel zu lange – unsicher &amp; instabil. Dennoch beobachte ich, wie sich gleichzeitig -ohne gezielte Strategie- neue Routinen und Wahrheiten in Organisationen etablieren. Das erscheint mir gefährlich. Denn allzu oft wurden diese weder reflektiert noch versprachlicht. Was jetzt als „normal“ angesehen wird hat sich eingeschlichen.</p>



<p>Ich stolperte kürzlich in einem Podcast über einen von mir sehr geschätzten und durchaus berühmten Kollegen der Beraterszene, der in einem Nebensatz sagte: „naja, online ist ja super für die Effizienz, alle schaffen jetzt mehr, aber was halt nicht geht, ist Kontakt, der geht verloren.“ Ein anderer Kollege stellte fest: Online-Zusammenarbeit macht mehr Hierarchie, verfestigt Kontroll- und Überwachungstendenzen.</p>



<p>Ich war entsetzt. Beide sprachen, als wären diese Erkenntnisse Tatsachen. Es sind jedoch aktuelle Beobachtungen auftretender organisationaler Phänomene! Ist das evident oder ist es etwas, was viele erleben? Wir sind hineingestolpert in diese neue Situation und haben unter großem Druck neue Lösungen gefunden – ohne die Möglichkeit innezuhalten, um zu fragen: Passt das so? Was fehlt? Stattdessen füllte sich manches Büro heimlich schneller wieder als erlaubt und es wurde in Stein gemeißelt, was online möglich ist auf Grundlage dessen, was als erstes und unter großem Druck versucht wurde. Der so bedeutsame nächste Schritt des „Welche Phänomene nehmen wir aktuell war?“ „Wie gut passt das, zu dem, was wir voneinander brauchen?“ und „Wie wollen wir das zukünftig gestalten?“ wurde nur in seltenen Fällen gegangen.</p>



<p>Dort, wo derartige Fragen gestellt wurden, entstanden beeindruckende Konzepte. Dort gibt es heute bereits eine funktionierende hybride Arbeitskultur, die auch (informellen) Kontakt ermöglicht, ja sogar inszeniert und die beteiligungsorientierter, egalitärer als vorher, Zusammenarbeit ermöglicht.</p>



<p>Wir kennen Teams, die über das morgendliche Ritual des online Check-Ins nun von sich sagen, mehr Verbindlichkeit und kürzere Absprachen bei gleichzeitig mehr privatem Kontakt zu haben. Wir freuen uns über die Organisation, die regelmäßig per Zufallsgenerator alte und neue MA zieht, die während der Arbeitszeit online-Austauschzeit bekommen, so dass neue MA über den eigenen Bereich hinaus in der Organisation ankommen. Und ganz wunderbar finden wir auch die Geschäftsführung, die das Laptop mit dem zugeschalteten GF-Kollegen, der als Risikopatient dauerhaft home office macht, mit seinem Lieblingstrikot kleidet und das Laptop regelmäßig in die Cafeteria mitnimmt, so dass Mitarbeitende mit ihm plaudern können.</p>



<p>Kleine Geschichten, die einen großen Unterschied machen.</p>



<p>Wenn Sie nach Wegen dafür suchen, dass die sich abzeichnende hybride Zukunft Ihrer Arbeitswelt möglichst oft Effizienz und Menschliches verbindet, dann habe ich hier – in Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen – ein paar Reflexionsangebote zusammengetragen.</p>



<p><strong>Eine hybride Arbeits-Zukunft aktiv gestalten</strong></p>



<p>Unsere Ausgangshypothese ist: Organisationen, die die Bedeutsamkeit von Kontakt und Beteiligung als integralen Bestandteil der hybriden Zusammenarbeit begreifen, rahmen Arbeitsprozesse. Weil uns das so am Herzen liegt, formulieren wir ab jetzt in Form direktiver Handlungsempfehlungen, gegen unsere sonstigen Coaching-Gewohnheiten:</p>



<p><strong>(Neu-)Organisation von Information</strong></p>



<p>Organisieren Sie den Informationsfluss. Egal ob Büro oder remote, jede*r hat für den Moment ausreichend definierte Zugänge zu Information.</p>



<p><strong>Synchron/Asynchron – Prozesse auf Notwendigkeiten untersuchen</strong></p>



<p>Sorgen Sie für klare Definitionen asynchroner (zeitversetzt, ortsunabhängig) und synchroner (zeitgleich, ortsunabhängig) Arbeiten. Alle wissen so ausreichend gut, was gemeinsam und was zeitversetzt bearbeitet wird und auf welchen Plattformen dies geschieht.</p>



<p>Befördern Sie asynchrones Arbeiten, in dem Sie für die Voraussetzungen sorgen, dass Informationen asynchron zur Verfügung stehen. Vereinbaren Sie, wer sich wozu informiert und in welchem Turnus. Information zur Verfügung stellen ist Pflicht der Informierten; Information einholen ist Pflicht der Empfänger*in. Informationen sind auch: Wissen, Entscheidungen und Entscheidungsgrundlagen für synchrone Besprechungen. Wenn Entscheidungen emotional triggern (sollen), wählen Sie Formate, die Emotionen tragen: Video-, Audio-Botschaften, verzichten Sie auf Text.</p>



<p>Akzeptieren Sie, dass individuell auszuführende Tätigkeiten, egal wo und wann gearbeitet werden können. D.h., vertrauen Sie auf die Eigenverantwortlichkeit und Expertise Ihrer Mitarbeitenden. &nbsp;</p>



<p>Entwickeln Sie noch stärkeres Bewusstsein dafür, dass die gemeinsame, synchrone Zeit in Organisationen zukünftig</p>



<ul class="wp-block-list"><li>informelle Zeit,</li><li>Zeit für absichtsfreie, auch zufällige, Begegnung,</li><li>kollaborative Zeit und</li><li>Reflexionszeit ist.</li></ul>



<p><strong>Ritualisierte Reflexion</strong></p>



<p>Sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten wissen, dass nichts in Stein gemeißelt ist. Machen Sie offiziell, dass <em>ausprobiert</em> wird. Gemeinsam werden Reviews, Lernschleifen, Testballons getestet. Etablieren Sie die Idee, dass die Überarbeitung auch von Arbeitsweisen und Strukturen als Normalität und Alltagsaufgabe begriffen wird.</p>



<p><strong>Funktion von Führung: Fehlbarkeit ermöglichen</strong></p>



<p>In den beschriebenen Settings ist Fehlbarkeit möglich. Es geht nicht ums Fehler machen, sondern darum, uns Irrtümer eingestehen. Der Unterschied: Fehler entstehen im Abgleich mit bestehendem Wissen, Wahrheit, Richtigkeit. Was für die aktuellen Aufgaben die beste Arbeitsweise ist, wissen wir aktuell oft noch nicht, weil die Situation dafür zu sehr in Bewegung ist. Und so handelt es sich im neuen hybriden Arbeiten meist um Irrtümer. Sie sind Meilensteine auf dem Weg der Erkenntnis: Aaaah, so geht es also nicht. Irrtümer konnten vorab nicht gewusst werden. Sie liefern Wissen über blinde Flecken. Insofern müsste der Begriff der Fehlbarkeit eigentlich Irrtumbarkeit heißen.</p>



<p><strong>Führungs-Vorbildfunktion</strong></p>



<p>In sich wandelnden Arbeitsformen ist der Blick auf Führung noch deutlicher. Solange es noch keine Regeln gibt, probieren manche Mitarbeitende spontan den eigenen Vorlieben entsprechend Strategien aus, gestalten mit mehr oder weniger Rücksprache den eigenen Kosmos, andere achten auf das, was Führung tut und kopieren. Deswegen gilt: Potenziell alles, was Sie tun, wird als „achsomachenwirdasjetztalso“ gewertet. Sie setzen vermeintlich eine neue Norm.</p>



<p>Diesem Gedanken folgend, hier nun ein paar Beispiele, wie Führungspersonen es ihren Mitarbeitenden leichter machen können, ihr hybrides Arbeitsleben gesund zu gestalten:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>Asynchron arbeiten:</em> wenn Arbeitszeit von Führungspersonen für andere sichtbar ist, dann sollte dies nur zu regulären Arbeitszeiten möglich sein, nicht nachts, nicht am Wochenende! Bitte auch kein Mailversand zu Zeiten außerhalb der Arbeitszeiten. Nutzen Sie Ihren „später senden“-Button!</li><li><em>Synchron arbeiten:</em> Führungspersonen sollten Informelles weiter wichtig nehmen. Da die Zwischen-Tür-und-Angel-Gespräche nicht mehr zufällig entstehen, brauchen sie Inszenierung. Es ist also Führungsaufgabe, informelle Zeit zu organisieren. Beachten Sie dabei, wie viel dieser Zeit Sie dabei sein sollten, wenn es informell wird, wie viel Zeit braucht das Team auch ohne Führungsanwesenheit. &nbsp;Übrigens, wenn Sie nie dabei sind, ist das lesbar als: ich finde das nicht so wichtig… Also: mitmachen, auch hier Vorbild sein. Veröffentlichen Sie sich, so wie es für ihre Arbeitszusammenhänge und Arbeitskultur bisher auch angemessen war. Oder sprechen Sie sogar noch ein bisschen mehr über ihre Befindlichkeiten. Gerade bezüglich Unsicherheiten Technik/Pandemie etc. senkt dies die Hemmschwelle der Mitarbeitenden, Unsicherheiten zu veröffentlichen.</li><li>Halten Sie keine (Info-)Monologe in Besprechungen, sondern organisieren Sie eine angemessene Informationskultur. Pflegen Sie die Ablage/Info in den abgesprochenen Systemen und vermeiden Sie den kurzen Dienstweg. Da der Flurfunk reduziert ist, kommen schnell-zwischendurch-Infos bei noch weniger Mitarbeitenden an, die anderen fühlen sich leichter außen vorgelassen!</li></ul>



<p>Die hybride Arbeitswelt ist noch neu. Es musste erst sehr schnell gehen, nun wird klar, es ist keine Ausnahme, es wird sich in etwas vorher nicht Dagewesenes entwickeln. Da kann noch nicht alles fertig sein. Deswegen ist es an Ihnen, als Führungsmensch, die neuen Gewohnheiten zu überprüfen und einzufordern, Zeit frei zu schaufeln, um die Fragen zu stellen, für die in den letzten zwei Jahren keine Zeit war. Hören Sie ihren Mitarbeitenden zu und interessieren Sie sich dafür, was im Homeoffice gefehlt hat (und was für good practice sich informell bereits gebildet hat), was online besser ging und was in der neuen Mischung nun verlässlich verabredet werden kann, bis Sie es ein nächstes Mal (wann genau?) reflektieren werden.</p>



<p>Puh, das musste mal raus!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Remote? Präsenz? Hybrid? Wie arbeiten wir weiter?</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/remote-praesenz-hybrid-wie-arbeiten-wir-weiter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2020 07:27:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[remote präsenz hybrid arbeiten Führung]]></category>
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									<p></p>
<p>Remote ist beides: entzaubert und entdeckt. Entzaubert, weil aktuell mehr Mitabeiter*innen die Entgrenzung von Arbeit, die Einsamkeit, die Ablenkung durch häusliche Herausforderungen, die Schwierigkeiten der Kommunikation und Entscheidungsfindung, die Technikquerelen etc. erfahren, durchlitten und immer öfter gemeistert haben. Entdeckt, weil konzentriert arbeiten für manche zuhause einfacher war; weil remote trotzdem bedeuten konnte, gemeinsam etwas zu schaffen; weil digitalisierte Kommunikationsformen zur neuen Gewohnheit wurden; weil sowohl Führung als auch Geführtwerden neu erlebt und gestaltet wurde. Und auch weil für sehr viele die Erfahrung von Krise und Gewöhnung an diesen Modus das gesamte Feld von Führung und Selbstorganisation bespielt hat. Das beständige Abwägen von:</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>braucht es hier klare Ansage, schnelle Entscheidung und Umsetzung von „oben“?</li>
<li>Ist das etwas, das bitte nach gesundem Menschenverstand jetzt erstmal jede*r für sich regelt?</li>
<li>Sind das die Strukturen, die wir noch brauchen? Brauchen wir andere? Wenn ja, welche? Und wer entscheidet mit wem wie darüber?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p> Diese Fragen ließen sich sicher noch erweitern.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Der Vor-Corona-Alltag der meisten hieß: Arbeit ist Präsenz in der Organisation. Nun haben wir kollektiv erfahren, was fehlt, wenn Präsenz nicht möglich ist. Wir schätzen (oder überhöhen) die Rituale und Möglichkeiten im Büro, die vorher selbstverständlich waren. Und merken auch, was nicht fehlt: bestimmte Besprechungen, Ablenkungen, Fahrzeiten, ja, auch manche Kolleg*innen.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wir vermuten, dass viele von denen, die vorher dachten: <em>„Wer zuhause arbeitet, tut nix!“</em>, davon geheilt sind. Und diejenigen, die viel remote gearbeitet haben, erkennen vielleicht, wie nützlich die gemeinsame Basis, eine Ver-Ortung ist.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Noch gibt es kein neues Normal, wir stecken in einer Übergangsphase. Viele kehren zurück ins Büro. Dort treffen wir auf neue Regeln, die noch nicht wirklich verhandelt wurden und noch nicht gelebt werden. Und es schwelen die alten Regeln, die so nicht mehr lebbar sind, und dennoch als Gewohnheiten hier und da wieder Einzug halten. Das Aushandeln neuer und alter Regeln geschieht mal bewusst, oft nebenbei.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Ein Ansatz, wie die Erfahrungen aus der remote-Zeit nun in eine neue Arbeitsorganisation eingebettet werden können, scheint darin zu liegen, dass mehr Menschen hybrid arbeiten: mal remote, mal präsent.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Bevor diese Idee Wirklichkeit werden kann, bedarf es – aus unserer Sicht – noch einiger Überlegungen und Entscheidungen. In einem Austausch von Berater*innen und Vertreter*innen aus Unternehmen unseres Netzwerkes, sind wir auf folgende Fragen, die vermutlich erweiterbar sind gestoßen.</p>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-color" style="color: #67aa47;">Thema: Führung</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Wie verändert sich die Rolle von Führung, wenn Arbeitsstrukturen für hybrides Arbeiten geschaffen sind?</li>
<li>Ist Präsenz dann als eine Basis definiert oder gleichwertig mit remote?</li>
<li>Wie kann Führung auch hybrid gelebt werden?</li>
<li>Wann und wie sollte Führung schwerpunktmäßig in Präsenz gelebt werden, um das Zusammenspiel von remote und Präsenz zu begleiten?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-color" style="color: #67aa47;">Thema: Gerechtigkeit</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Wie wollen wir damit umgehen, dass in den Köpfen „Präsentismus“ nach wie vor verbreitet ist?</li>
<li>Gibt es eine &#8211; wenn auch unsichtbare &#8211; Hierarchie zwischen Menschen im Home-Office und im Office-Office (Karriere macht nur, wer sichtbar ist?)?</li>
<li>Wie kann beim Wechsel von präsent und remote Chancengleichheit für Frauen gesichert werden, wenn sich in der aktuellen Krise abzeichnete, dass Frauen wieder (noch!) mehr Verantwortung für Kinder und Haushalt übernehmen?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p class="has-text-color" style="color: #67aa47;">Thema Gesundheit</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Ist hybrides Arbeiten für alle geleichermaßen gesund?</li>
<li>Bleibt die Möglichkeit, die Arbeit vollständig in der Organisation zu erledigen, erhalten, für das vermutete Drittel, welche diese Variante für sich präferiert? Wie wird verhindert, dass es ein belastendes Stigma wird, nicht hybrid zu arbeiten?</li>
<li>Wie gelingt es, die Phase des Ausprobierens über die Extremsituation des Lockdown hinaus zu verlängern, um auszutesten, wie die unterschiedlichen Varianten sich langfristig auswirken?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p>Aus unserer Sicht hat die Auseinandersetzung mit diesen Fragen eine hohe Bedeutung, um Vertrauen, gesunde Führungsarbeit und Innovationsfähigkeit in den Organisationen zu sichern.</p>
<p></p>
<p></p>
<h1 class="wp-block-heading">Das Tool</h1>
<p></p>
<p></p>
<p>In vielen Organisationen stehen aktuell Teams vor der Frage: Wie werden wir jetzt zügig arbeitsfähig nach dem, wie es früher war, nach dem, wie es im Lockdown war und vor dem „neuen Normal“.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wir haben ein Tool entwickelt, dass Teams darin unterstützt, diese Übergänge gemeinsam zu gestalten.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Unsere Diskussion legt als Grundlage die Schleife von:</p>
<p></p>
<p></p>
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<p></p>
<p></p>
<p>Wenn Arbeitsorganisation so re-organisiert werden soll, dass möglichst viele Mitarbeitende damit zufrieden sind und sie möglichst produktiv sind, dann ist dies ein Aushandlungsprozess, der alle integriert. Wir schlagen folgende Schritte vor:</p>
<p></p>
<p></p>
<ol class="wp-block-list" type="1">
<li>Sortierung der Arbeitsinhalte des Teams in einer Systematik, die wir im Folgenden vorstellen.</li>
<li>Individuelle Positionierung und Reflexion der Mitarbeitenden, welche Präferenzen sie haben, was sie brauchen, um gut arbeiten zu können und gesund zu bleiben (wer dazu mehr wissen will, auch dazu haben wir etwas entwickelt, meldet euch!)</li>
<li>Rahmen definieren: was muss/möchte jenseits der Arbeitsinhalte durch das Team gewährleistet werden (Erreichbarkeiten, Soziales Miteinander, Kontakte außerhalb des Teams)</li>
<li>Verbindung der Ergebnisse von 1, 2 &amp; 3 und Aushandlung. Daraus entstehen eventuell neue Arbeitsverteilungen. Und Organisations- und Mitarbeitenden-gerechte hybride Arbeitsstrukturen.</li>
</ol>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">1.      Das Hybride-Arbeit-Canvas</h2>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="564" class="wp-image-2149" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-1024x564.jpg" alt="Ein Bild, das Text, Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-1024x564.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-300x165.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-768x423.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1-1536x847.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen1.jpg 1620w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Das hier gezeigte Canvasboard ist ein online-collaboration-template, kann aber natürlich auch offline an einer Stellwand gestaltet werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<h3 class="wp-block-heading">Und nun im Detail</h3>
<p></p>
<p></p>
<p>Es gibt zwei Varianten die Arbeit am Board zu beginnen:</p>
<p></p>
<p></p>
<p>A: alle überlegen gemeinsam, was das Team eigentlich konkret tut, die Farbe der Post-it tut nichts zur Sache.  (Diese Variante macht Sinn, wenn sowieso auch darüber nachgedacht werden soll, ob die Verteilung so wie bisher noch passt oder wenn es gesünder für die Teamstimmung ist, wenn erstmal menschenunabhängig auf Arbeit geguckt wird)</p>
<p></p>
<p></p>
<p>B: jede*r wählt eine Post-it Farbe und schreibt auf diese, alle Arbeiten, die sie/er erledigt. (Diese Variante macht Sinn, wenn die Aufgaben personengebunden bleiben und oder es gesund für das Team ist, wenn mal jede*r sieht, was die anderen eigentlich noch so alles tun)</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Und dann geht es von links nach rechts.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die Mitarbeitenden füllen (online geht das auch asynchron) Spalte 1:</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="682" class="wp-image-2150" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-1024x682.jpg" alt="Ein Bild, das Zeichnung enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-1024x682.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-300x200.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-768x512.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2-1536x1023.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen2.jpg 1837w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Dann sortieren sie die Aufgaben nach individuellen Arbeiten und kollaborativen Tätigkeiten:</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="967" class="wp-image-2151" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-1024x967.jpg" alt="Ein Bild, das Text, Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-1024x967.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-300x283.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-768x725.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3-1536x1450.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen3.jpg 1543w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Und sortieren diese wiederum in remote und präsenz. Spätestens ab hier sollte der Prozess synchron und in Diskussion geschehen, denn die Erfahrungen könnten hier divergieren.</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="702" height="1024" class="wp-image-2152" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-702x1024.jpg" alt="Ein Bild, das Text, Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-702x1024.jpg 702w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-206x300.jpg 206w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-768x1120.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4-1053x1536.jpg 1053w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen4.jpg 1242w" sizes="(max-width: 702px) 100vw, 702px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Die kollaborativen Tätigkeiten brauchen eine weitere Sortierung:  Die Sortierung nach Zeit. Muss daran zeitgleich gearbeitet werden oder geht es auch zeitversetzt? Und hier haben wir in grün noch dazugefügt: mit welchen Tools stellen wir diese Kollaborationen sicher, denn die meisten Organisationen haben in den letzten Wochen neue Erfahrungen mit Teams, Slack, Trello &amp; Co gemacht und hier könnte der Moment sein, diese Erfahrungen zu reflektieren.</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="704" class="wp-image-2153" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-1024x704.jpg" alt="Ein Bild, das Text, Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-1024x704.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-300x206.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-768x528.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5-1536x1055.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen5.jpg 1809w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Auch diejenigen, die allein remote arbeiten, arbeiten in der Regel in/mit Tools, die könnten hier auch noch Erwähnung finden:</p>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="294" class="wp-image-2154" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-1024x294.jpg" alt="" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-1024x294.jpg 1024w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-300x86.jpg 300w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-768x221.jpg 768w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-1536x442.jpg 1536w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2020/06/Hybrides-Arbeiten-Unsere-Inhalte-verteilen6-2048x589.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Auf Grundlage dieser Sortierung kann nun die Struktur der zukünftigen Arbeitsorganisation betrachtet werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Aus organisationaler Sicht:</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wie viel Präsenz braucht dieses Team, wie viel Büro und Besprechungsraum brauchen wir wohl, um Abstandsregeln etc. einhalten zu können? Wie viele Tage arbeitet wer remote? Welche Tage/zeiten eignen sich für Präsenz-Meetings, Präsenz-Veranstaltungen etc.? Was bedeutet das für Organisation, Führung, Mitarbeiter*innenvertretung, Diversity?</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Aus individueller Sicht kommt eine weitere Ebene dazu.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Alle haben in der remote Phase unterschiedliche Erfahrungen gemacht, manche fanden alleine zuhause arbeiten für sich ungeeignet, andere genossen die Zeit vielleicht, wieder andere hätten Strukturen gebraucht, die es nur im Büro gibt oder sich nun Strukturen geschaffen, die im Büro nicht mehr gehen, ihnen aber nützlich sind. Und so sollten &#8211; bevor die neuen hybriden Zeiten verhandelt werden &#8211; die individuellen sozialen und arbeitsorganisatorischen Bedürfnisse einbezogen werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">2.      Individuelle Bedürfnisse</h2>
<p></p>
<p></p>
<p>Dafür haben wir ein Fragen-Canvas entwickelt, das es den Mitarbeitenden ermöglicht, ihre Erkenntnisse der letzten Wochen zu reflektieren, zu sortieren und daraus erwünschte Arbeitsstrukturen abzuleiten. Bei Interesse gerne melden!</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">3.      Rahmen</h2>
<p></p>
<p></p>
<p>Natürlich spielt auch die Gesamtorganisation eine große Rolle. Der Rahmen könnte zum Beispiel vorsehen, dass es sinnvoll ist, wenn an bestimmten Tagen bestimmte Menschen verlässlich im Büro arbeiten oder verlässlich zu bestimmten Zeiten erreichbar sind oder oder oder.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Sobald 1, 2 &amp; 3 sortiert und diskutiert sind, ergibt sich ein Gesamtbild, aus dem die individuellen hybriden Strukturen entwickelt werden können.</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wir freuen uns über Rückmeldungen und stehen auch gerne zur Verfügung, wenn jemand für diesen Prozess externe Moderation möchte.</p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Seit mehr als 10 Jahren, nehmen wir uns (mindestens) zweimal im Jahr einen Tag Zeit, um mit Kolleg<em>innen und Freund</em>innen über aktuelle Fragen, Themen, Anliegen und Methoden zu sprechen, diese auszuprobieren oder einfach nur gemeinsam nachzudenken. Das haben wir auch am 02.06.2020 gemacht. Mit dabei waren Berater*innen aus Düsseldorf, Hamburg und Hannover; eine interne Beraterin aus der IT-Branche, ein Personalrat und eine Managerin aus einem Industriebetrieb. Allen gemein war, dass wir dieses Mal (wie viele in den letzten Monaten und vermutlich auch in Zukunft) das ganze „remote“ gemacht haben. Wir saßen also in unseren örtlichen Büros, Homeoffices oder am Küchentisch und haben online gemeinsam und in wechselnden Gruppen gearbeitet.</p>
<p><cite>Wir nennen dieses Format des Netzwerks und Instituts Gesunde Karriere: Unter uns</cite></p>
</blockquote>
<p></p>
<p>it</p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ja, auch wir pokern!</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/1710-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Krüger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 13:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
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					<description><![CDATA[Erst dachten wir: nette Spielerei, doch inzwischen sind wir alle angefixt:Das Delegationspoker-Spiel ist eine wunderbare Methode, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsfreiräume mit Teams spielerisch zu erforschen. Das Kartenspiel ermöglicht Transparenz und entlastet so alle Beteiligten. Es veröffentlicht, wie viel Selbstorganisation möglich und gewünscht ist und verbessert die Verständigung, weil die Mitspielenden zukünftig eineindeutiger sprechen. In diesem Blog [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="1710" class="elementor elementor-1710" data-elementor-post-type="post">
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				<div class="elementor-widget-container">
									<p></p>
<p>Erst dachten wir: nette Spielerei, doch inzwischen sind wir alle angefixt:<br />Das Delegationspoker-Spiel ist eine wunderbare Methode, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsfreiräume mit Teams spielerisch zu erforschen. Das Kartenspiel ermöglicht Transparenz und entlastet so alle Beteiligten. Es veröffentlicht, wie viel Selbstorganisation möglich und gewünscht ist und verbessert die Verständigung, weil die Mitspielenden zukünftig eineindeutiger sprechen. In diesem Blog stelle ich den Delegationspoker und die sieben Modi des Delegierens vor, beschreibe zwei mögliche Spielvarianten und stelle ein paar Fragen vor, die<br />die Nachhaltigkeit der Erkenntnisse vorbereiten.</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">Meta-Verständigung erhöhen</h2>
<p></p>
<p></p>
<p>Der erste erhellende Moment, wenn wir mit dem Delegation Poker arbeiten, ist oft die Erkenntnis, dass das Übertragen von Verantwortung nicht als „entweder-oder“ strukturiert ist.</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Die ersten drei Modi funktionieren nach der Prämisse: Ich entscheide, aber ich beziehe Dich oder Euch im Team mehr oder weniger mit ein.</li>
<li>Die letzten drei Modi sagen: Du entscheidest bzw. Ihr entscheidet, aber Ihr bezieht mich (als Führungskraft) mehr oder weniger mit ein.</li>
<li>Und der Modus Vier lautet: Wir finden gemeinsam eine Entscheidung.</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="612" height="804" class="wp-image-1711" src="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2019/11/Delegationspoker-1.jpg" alt="" srcset="https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2019/11/Delegationspoker-1.jpg 612w, https://www.gesundekarriere.de/wp-content/uploads/2019/11/Delegationspoker-1-228x300.jpg 228w" sizes="(max-width: 612px) 100vw, 612px" /></figure>
<p></p>
<p></p>
<p>Manchmal arbeiten wir nur mit dem Flipchart und diskutieren, wann welche Form der Delegation nötig ist. Das ist oft schon sehr erhellend. Das<br />Kartenspiel zücken wir dann, wenn das Thema Selbstorganisation im Fokus steht oder wir den Eindruck gewinnen, dass die Vorstellungen der Anwesenden bzgl. Verantwortung sehr unterschiedlich sind und dafür bisher keine gut verstehbaren Worte gefunden werden können. Denn mit dem Pokerspiel werden auf spielerische Weise Entscheidungsprozesse besprechbar, Verantwortlichkeiten verteilt und neue Handlungsregeln aufgestellt. Im Anschluss sind alle Beteiligten bewusster und können präziser (ein)fordern, was sie brauchen.</p>
<p></p>
<p></p>
<h2 class="wp-block-heading">Wir spielen</h2>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Entscheidungssituationen</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Um spielen zu können, benötigen wir konkrete Entscheidungssituationen aus dem Arbeitsalltag. Entweder haben wir in der Auftragsklärung diese bereits erhoben oder die Anwesenden erarbeiten in der Veranstaltung, welche Entscheidungssituationen in den letzten Wochen und<br />Monaten unklar waren.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die Entscheidungssituationen sind idealerweise auf folgende Weise beschrieben:</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Konkrete Situation (Zuständigkeiten, Rollenunklarheiten, unklare Entscheidungskompetenzen, unklare Erwartungshaltungen)</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Beteiligte Akteure (FK und ein konkretes Teammitglied, verschiedene Teammitglieder, das gesamte Team etc.)</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Zwei Settings</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>1. Fishbowl</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die erste Situation wird gewählt.<br />Die darauf benannten Akteure begeben sich in die Fishbowl, weitere Plätze<br />werden zufällig besetzt, so dass 7 Spieler im Fishbowl sitzen. Die<br />Nicht-Situationsbeteiligten Mitspielenden bringen eine Außenperspektive ein, die vor allem in Konflikt besetzten Situationen normalisierend wirken kann.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Alle anderen verbleiben in der Beobachter*innenrolle und umrahmen die Fishbowl.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>2. Alle Anwesenden sind in Aktion</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Gruppen von fünf bis sieben Personen versammeln sich um einen Pokertisch und bekommen zeitgleich je eine Situation vorgelegt (egal, ob sie an dieser beteiligt sind oder nicht)</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Vorgehen</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Alle Spieler*innen betrachten die Situation aus der Perspektive der Führungskraft bzw. der Entscheidungsgeber*in. Also: Die Abteilungsleiterin spielt die Karte, die sie gerne im echten Leben zücken<br />möchte, der Mitarbeiter zückt die Karte mit dem Modus, den er sich von seiner Leitung erhofft.</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li><em>„Wenn ich das delegieren würde, dann wäre folgender Modus in meinen Augen angemessen: …“</em></li>
<li><em>„Wenn meine Führungskraft das an mich delegieren würde, dann fänge ich folgenden Modus angemessen…“</em></li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p>Jede*r Spieler*in erhält ein Kartenset, bestehend aus sieben Karten: den sieben Delegationsmodi.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Jede*r wählt aus seinen Karten die entsprechenden Modus und auf Komando werden die Karten alle in die Mitte geworfen.</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Betrachtet die Einschätzungen und diskutiert die unterschiedlichen Betrachtungsweisen. Diejenigen mit der niedrigsten und höchsten Karte beginnen.</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>was genau hat mich dazu bewogen, diesen Modus zu wählen? Was brauchen wir voneinander, von Führung, wenn wir da so machen würden?</li>
<li>Welche ähnlichen Situationen kommen uns in den Sinn, die den jetzt diskutierten ähnlich sind? Was schlussfolgern wir für diese Situationen?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p>Wenn ausreichend diskutiert wurde, kann zur nächsten Entscheidungssituation übergegangen werden.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Abschließend kann auf der Metaebene noch diskutiert werden:</p>
<p></p>
<p></p>
<ul class="wp-block-list">
<li>worauf können wir uns einigen, wo bleiben wir im Dissens?</li>
<li>Wie gehen wir zukünftig mit dem Dissens an dieser Stelle um?</li>
<li>Wie halten wir die unterschiedlichen Wünsche von Freiheitsgraden und Verantwortungsübernahme gut aus?</li>
<li>Wie erinnern wir uns bei zukünftigen Entscheidungssituationen an die sieben Modi und veröffentlichen unsere Vorstellungen?</li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<p>Nehmen wir also Friedrich Schiller beim Wort: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ – und pokern wir lustvoll um Entscheidungen!</p>
<p></p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
		]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unter Uns: Digital ist scheißegal?</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/unter-uns-digital-ist-scheissegal/</link>
					<comments>https://www.gesundekarriere.de/unter-uns-digital-ist-scheissegal/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antje Mein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2019 12:32:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 10 Jahren pflegen wir im Netzwerk Gesunde Karriere ein besonderes Intervisionsformat:„Unter uns“. Zweimal jährlich treffen wir uns mit unserem erweiterten Netzwerk aus Düsseldorf, Köln Hamburg, Berlin und Hannover. Wir stellen Erlerntes, Erfundenes und Erlebtes vor und treten in Dialog zu Themen, die uns aktuell in unserer Arbeit beschäftigen. Eine*r von uns bereitet inhaltliche Impulse [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Seit 10 Jahren pflegen wir im Netzwerk Gesunde Karriere ein besonderes Intervisionsformat:„Unter uns“. Zweimal jährlich treffen wir uns mit unserem erweiterten Netzwerk aus Düsseldorf, Köln Hamburg, Berlin und Hannover. Wir stellen Erlerntes, Erfundenes und Erlebtes vor und treten in Dialog zu Themen, die uns aktuell in unserer Arbeit beschäftigen. Eine*r von uns bereitet inhaltliche Impulse vor und begleitet uns durch den Tag. In unserem diesjährigen Novembertermin ging es um Digitalisierung. Vanessa hat das Thema für uns umfänglich erforscht und aufbereitet. Um es vorweg zu nehmen: er ist ein immer Geschenk, dieser Tag, so auch diesmal.</p>



<p>Bereits
in der Einstiegsrunde zeigte sich, dass Digitalisierung ein brandheißes
Buzzword ist: in den Organisationen, für die wir tätig sind, gesellschaftlich, politisch.
Und auch jede*r von uns (Berater*innen und Vertreter*innen von Unternehmen und
Organisationen) hat natürlich einen eigenen Fokus auf das Thema. </p>



<p>Wir erkunden
publizierte Erklärungsversuche, um die Veränderungen besser zu verstehen. Denn
wir wollen die Zukunft der Gesellschaft und der Arbeitswelt mitgestalten. Quer
durch alle Branchen, in denen wir uns bewegen, finden Veränderungsprozesse
statt, die im Kontext digitaler Transformation stehen. Der rapide
voranschreitende technologische Wandel löst bei den Betroffenen sowohl Begeisterung
als auch enorme Ungewissheiten aus. </p>



<p>Der
Einstieg in den Tag ist inhaltlich von Überlegungen des Soziologen Dirk Baecker
geprägt. Er ordnet die Digitalisierung in die zivilisatorische Entwicklung ein:
Auf Oralisierung (<em>ermöglicht
Kommunikation und Vergangenheit</em>), Alphabetisierung (<em>Verschriftlichung ermöglicht dass Hierarchien und Religionen entstehen</em>),
Literarisierung (<em>Buchdruck ermöglicht
Wissenschaft, ermöglicht Aufklärung und Demokratisierung</em>) folgt nun die
Digitalisierung (<em>VUKA, Netzwerkgesellschaften und dann?).</em> </p>



<p>Entscheidend
ist für Baecker dabei – und auch wir sind uns dazu einig, dass die Gesellschaft
Digitalisierung nicht passiv über sich ergehen lassen darf. Aufgabe der Zivilgesellschaft
ist es, sich mit den Chancen und Risiken der digitalen Zukunft auseinanderzusetzen.
Und wir alle sollten unsere Möglichkeiten zur Mitgestaltung ergreifen, um nicht
alleine denen, die die Möglichkeiten der Digitalisierung fachlich interessiert,
das Feld der Werte und Ethik im Geschehen zu überlassen. Mindestens indem wir
eine bewusstere Rolle als <em>Prosumenten</em>
annehmen. Es geht um nichts weniger, als wie
wir zukünftig leben wollen.</p>



<p>In gewisser
Hinsicht ist „digital scheißegal“, wie Astrid es so wunderbar auf den Punkt
bringt: Digitalisierung muss rechtssicher und nach demokratisch rechtlich Grundsätze
abgesichert sein. Wir können Verantwortung in den Prozessen übernehmen, indem
wir die ethischen und rechtlichen Fragen vehement stellen.</p>



<p>Ein großartiges
Bild entsteht im Raum: wir stehen in der digitalen Entwicklung an der Stelle, an
der im 19. Jahrhundert die Arbeiter ohne Schutzkleidung und Brille am Stahlofen
standen. Wir haben noch keinen Arbeitsschutz und keine Arbeitsethik für das,
was sich anfängt zu zeigen.</p>



<p>Wir
brauchen genau solche Bilder für unsere Arbeit in Organisationen. Denn im Zweifel
schauen im Workshop alle auf uns, wie Doris so treffend anmerkt: „<em>Alle sind verunsichert und schauen auf mich,
ich soll jetzt sagen wie es geht.</em>“</p>



<p>Für uns
zeichnet sich deutlich ab: allein mit den alten Mitteln können wir als
Gesellschaft das Neue nicht gestalten. Mit dieser Idee beschäftigen wir uns im
Netzwerk Gesunde Karriere schon länger. Generativität ist für uns ein Schlüssel
ins „Wunderland“ (Faschingbauer), oder den Raum des Nichtwissens, wie wir es im
Coaching nennen. Neues entsteht, durch Ganzheitlichkeit, Vernetzung, das
Zulassen von Verunsicherung, die Erlaubnis zu Scheitern.</p>



<p>Das
Potential der digitalen Technologie und die Geschwindigkeit des technischen
Fortschritts dürfen nicht unterschätzt werden, da sind wir uns hier einig. Wir
stellen fest, mit der De-Materialisierung von z. B. Büchern und Musik erleben
wir es im privaten Bereich ja schon seit einigen Jahren. Sandra weist auf die
Diskrepanz zwischen privatem Handeln und Denken im Unternehmen hin: „<em>Privat wird mit amazon geshoppt, im
Unternehmen geht auch das Marketing oft noch selbstverständlich davon aus, das
alle ins Fachgeschäft kommen, um die Produkte zu kaufen.</em>“</p>



<p>Beruhigend
ist dann die Erkenntnis: Bei allem Tempo, das wir erleben, digitale
Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen. Disruptiv ist eher der Moment,
in dem klar wird, dass es anders ist. Die Einführung von KI geht über für die
nicht-early adopter über smarte Geräte, Update von Apps etc. im Alltag eher nebenbei….
Otto Scharmer spricht in diesem Zusammenhang von Wachsamkeit, die wir heute
mehr brauchen denn je. Dass sich viele von uns schwertun, die Möglichkeiten der
Künstlichen Intelligenz zu be-greifen, hängt auch damit zusammen, das exponentielles
Wachstum für uns Menschen so schwer vorstellbar ist. Es scheint aber
überlebenswichtig für Organisationen. </p>



<p>Wie
aber Träume anzetteln, Sience Fiktion erfinden, wenn doch die digitale Zukunft
grade immer schon da ist, wo wir hinkommen? Wir können als
Prozessbegleiter*innen und Führungskräfte das Bewusstsein auf den Prozess
fokussieren, Haltungsoptionen zu den Veränderungen in den Mittelpunkt stellen,
Perspektiven erweitern und die Gewissheit der menschlichen Anpassungsfähigkeit
in Veränderungsprozessen beschwören. </p>



<p>Etwas
Kulturpessimismus ist dann auch im Raum.</p>



<p>Wir
setzten uns auch mit Thesen aus dem Buch von Kevin Kelly auseinander, ein
Insider des Sillicon Valley und positionierten uns zu „12 Worten, die die Welt
von morgen gestalten“. Wenn „we are constant newbies“ – „wir sind beständig
Neulinge“, das alte Wissen, die Halbwertszeit von Wissen sich verringert: was
bedeutet das für unsere Selbstdefinition unsere Identität?</p>



<p>Bahnt
sich ein grundlegender Paradigmenwechsel im menschlichen Bewusstsein an, wenn
wir mit den „Augen“ der künstlichen Intelligenz betrachtet werden und mit ihr
interagieren?</p>



<p>Vanessa
holt dann mit Effectuation (Michael Faschingbauer) wissenschaftlich untersuchte
Kriterien zu erfolgreichem Unternehmertum in den Raum. (dazu gibt’s dann mal
einen extra Beitrag) und wir stellen fest: es braucht neben zielgerichteter
Planbarkeit, auch Mut und (mehr) Risikobereitschaft, um Zukunft zu gestalten. </p>



<p>Und da
ist es wieder, das „sowohl als auch“. &#8211; Das beruhigt, denn das kennen wir schon
aus der Einführung agiler Arbeitsweisen, diese Gleichzeitigkeit von Fluidem und
Stabilen.</p>



<p>Danke
für diesen inspirierenden Tag an Vanessa, Ulf, Sandra, Hartmut, Roger, Astrid,
Doris, Sebastian und Christina.</p>



<p>Literatur:
Dirk Baecker: 4.0 oder die
Lücke, die der Rechner lässt, Merve 2018 und Kevin Kelly: The Inevitable, Penguin 2017</p>
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		<title>Gelingen generativ gestalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulf Rautenstrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 12:50:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaum etwas prägt unser Berufsleben so sehr wie das Streben nach Erfolg. Doch was ist das eigentlich? Und wer definiert, dass wir erfolgreich sind? Wir finden, das Wörtchen Gelingen ist noch tiefgreifender als Erfolg und beschreibt erfüllender, was Menschen in Arbeitskontexten langfristig zufrieden wachsen lässt. Gelingen generativ gestalten ist deswegen unser neuer Disclaimer, also der [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Kaum etwas prägt unser Berufsleben so sehr wie das Streben nach Erfolg. Doch was ist das eigentlich? Und wer definiert, dass wir erfolgreich sind? Wir finden, das Wörtchen Gelingen ist noch tiefgreifender als Erfolg und beschreibt erfüllender, was Menschen in Arbeitskontexten langfristig zufrieden wachsen lässt. Gelingen generativ gestalten ist deswegen unser neuer Disclaimer, also der Satz, der unsere Arbeit beschreibt.</strong><br></p>



<h3 class="wp-block-heading">Gelingen ist ein Prozess</h3>



<p>Wenn uns etwas gelingt, so waren wir nicht nur am Ende erfolgreich, können also eine Idee oder ein Produkt vorweisen, sondern sind einen stimmigen Weg gegangen. Gelingen ist ein Prozess. Von Gelingen können wir sprechen, wenn wir die meiste Zeit in der Lage waren, entsprechend unserer eigenen Persönlichkeitsstruktur und im Einklang mit unseren eigenen Werten unsere Arbeit zu tun. Gelingen geht tiefer, hält länger und motiviert leichter. Gelingen hat einen persönlichen Charakter, kann dadurch nicht oberflächlich sein und entwickelt deswegen eine größere Strahlkraft auf anderen Menschen in der Organisation. Gelingen erzeugt Stolz: Wir haben etwas erschaffen. <br></p>



<h3 class="wp-block-heading">Gelingen gestalten</h3>



<p>In Zeiten von New Work und Digitaler Transformation, sowie im Generationenwechsel hin zu den Generationen Y und Z, in denen Sinn und Teilhabe immer stärker in den Vordergrund rücken, wirken
Ziele dadurch, dass sie individuell durchdacht und reflektiert sind. Und schon der Weg dorthin möchte gelingend gestaltet werden.  </p>



<p>Wenn es uns aus tiefstem Herzen wichtig ist, materiellen Erfolg zu haben, kann auch dieser sich erfüllend anfühlen. Wenn wir dies jedoch nur als gesellschaftlichen Standard akzeptiert haben,
aber andere Aspekte viel wichtiger und erstrebenswerter für uns sind, dann lohnt es sich, den Fokus auf diese wahren Ziele, Werte und Erfolgsattribute zu richten.</p>



<p>Wir könnten uns selbst, unsere Kolleg*innen und Mitarbeitenden einmal fragen: Was bedeutet für dich Erfolg? Wann bist du stolz, dass etwas gelungen ist? Welche Ziele sind dir wirklich wichtig? So steigen unsere Chancen, tragfähige Zielvereinbarungen oder gesunde Aufstiegsszenarien zu entwickeln. Als Führungskräfte können wir die Menschen so viel besser da abholen, wo sie wirklich stehen. Wir gestalten Gelingen.<br></p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Kultur des Gelingens in Organisationen</h3>



<p>Gestalten wir Gelingen, so ist es an uns Bedingungen dafür zu schaffen. Diese Gelingensbedingungen finden sich auf vielen Ebenen: In den Strukturen und Prozessen, den Kommunikationen, den Hierarchien, der Fehlerkultur etc.<br></p>



<p><strong>Wir sprechen von generativem Gelingen, wenn</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Erfolg als ein intrinsisch motivierter und begründeter Prozess erscheint</li><li>die Art der Umsetzung Mitarbeitende an Ideen und Organisationen bindet</li><li>durch Reflexionsschleifen individuelle Ressourcen sichtbar und gewürdigt werden</li><li>Flow entsteht</li><li>Menschen dort eingesetzt werden, wo sie einen sinn-vollen Beitrag leisten können</li><li>noch nicht erfüllte Bedürfnisse als Impuls für Qualitätssteigerung willkommen geheißen werden</li><li>ein gemeinsames Bewusst-Sein darüber entsteht, wer für welchen Beitrag zum Gemeinsamen der Bestmögliche ist, bezüglich Fachlichkeit, aber eben auch bezüglich eigener Präferenz.</li><li>bewusst Momente geschaffen werden, die das höchstmögliche Potenzial der Mitarbeitenden aktivieren<br><br></li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">&nbsp;Kleiner Selbst-Check gefällig?</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Wann fühle ich mich zutiefst erfolgreich und bin stolz auf mich?</li><li>Was ist für diese Arbeit ein gutes Ziel für mich?</li><li>Wer oder was inspiriert mich? </li><li>Was motiviert mich?</li><li>Was genau gibt meiner Arbeit Sinn? Welche Momente könnte ich öfter herstellen?</li><li>Was wird geschehen sein, wenn mir dies hier gut gelungen ist?</li><li>Wie gehe ich am liebsten an Aufgaben heran? </li><li>Wann fällt es mir leicht etwas Neues anzufangen? Brauche ich Freiraum? Infos? Will ich sofort ausprobieren oder erstmal denken? Alleine oder mit andere?</li><li>Wann bin ich mit einem Ergebnis zufrieden? Wenn es schnell ging, perfekt ist, andere es gut finden, mein Name drauf steht, ich mein Bestes gegeben habe? Was davon ist mir am wichtigsten?<br></li></ul>



<p>Es gibt viele Wege zum Ziel, doch was „Gelingen generativ gestalten“ für jede Einzelne bedeutet, ist zutiefst persönlich. Unsere Offenheit für individuelle Einstellungen dazu,
was Erfolg ausmacht, macht generatives Gelingen leichter! Dieses Potenzial nutzen wir. Wir sind neugierig auf die Arten und Weisen, wie Menschen Gelingen für sich definieren. So gestalten wir Gelingen generativ.</p>
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