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	<title>Antje Mein &#8211; Institut Gesunde Karriere</title>
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	<description>Gelingen generativ gestalten</description>
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	<title>Antje Mein &#8211; Institut Gesunde Karriere</title>
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	<item>
		<title>Shared Desk &#8211; Ein Selbstversuch</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/shared-desk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antje Mein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2022 12:24:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[Aufhören]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Generative Prozessbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[gesunde karriere]]></category>
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					<description><![CDATA[Shared Desk – Beginn eines Selbstversuchs]]></description>
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Shared Desk – Beginn eines Selbstversuchs</h2>				</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt. (Ludwig Wittgenstein)</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/die-grenzen-meiner-sprache-bedeuten-die-grenzen-meiner-welt-ludwig-wittgenstein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antje Mein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2020 11:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Blog-Beitrag zum internationalen Frauentag mit vielen Ausrufezeichen und Fragezeichen Frauen auftauchen lassen! Es gibt aus viele Gründe, Frauen explizit mehr in der Sprache zu berücksichtigen. Wir gehen davon aus, dass unsere Sprache das Denken und auch das Bewusstsein bestimmt. Dies lässt sich wissenschaftlich belegen. Ein Beispiel hierfür ist ein oft rezipiertes und inzwischen vielfach [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Blog-Beitrag zum internationalen Frauentag mit vielen Ausrufezeichen und Fragezeichen</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p><strong>Frauen auftauchen lassen!</strong></p>



<p>Es gibt aus viele
Gründe, Frauen explizit mehr in der Sprache zu berücksichtigen. Wir gehen davon
aus, dass unsere Sprache das Denken und auch das Bewusstsein bestimmt. Dies
lässt sich wissenschaftlich belegen. Ein Beispiel hierfür ist ein oft
rezipiertes und inzwischen vielfach wiederholtes Experiment: Eine Gruppe von
Proband*innen wurde nach berühmten Politikern, Sportlern, Schriftstellern,
Malern usw. gefragt, eine weitere Gruppe nach berühmten Politikerinnen und
Politikern, Sportlerinnen und Sportlern, Schriftstellerinnen und Schriftstellern,
Malerinnen und Malern usw. Die Ergebnisse zeigten: in der zweiten Gruppe gab es
bis zu einem Drittel mehr Nennungen von Frauen als in der ersten Gruppe. Das
heißt, Sprache beeinflusst nicht nur unser Denken, sie schafft auch Realität.
Sprechen wir beispielsweise nur von Geschäftsführern, sowie von KrankenSchwestern,
ziehen möglicherweise weniger Frauen respektive Männer diese Berufsfelder von
vorneherein für sich in Betracht. Sucht ein Unternehmer einen Nachfolger,
findet er keine Frau für diese Position. Die Wissenschaftlerin Evelyn Ferstl* verdeutlicht:
„Beim generischen Maskulinum stellt man sich eine männliche Gruppe vor.“
Sprache beeinflusst die Gleichberechtigung der Geschlechter, so ihr Ansatz. Und
wenn Frauen nicht explizit genannt werden, werden sie eben auch nicht
mitgedacht.</p>



<p><strong>Frauen verdienen weiter weniger als Männer, geht’s noch? </strong></p>



<p>In einer repräsentativen Studie
des Bundesfamilienministeriums von 2016 hatten Frauen im Alter zwischen 30 und
50 Jahren etwa die gleichen Schulabschlüsse wie Männer &#8211; und 82 Prozent hatten
eine berufliche Qualifikation. Dennoch waren nur 39 Prozent der Frauen in
Vollzeit beschäftigt, aber 88 Prozent der Männer. Über ein eigenes
Nettoeinkommen von mehr als 2000 Euro verfügten nur zehn Prozent der Frauen,
aber 42 Prozent der Männer. Dafür gibt es viele, auch strukturelle Gründe.
Meine Hypothese dazu schließt an die Erkenntnisse der Studien von Frau Ferstl
an: Mit Sprache manifestieren wir Strukturen, die Frauen abhängig halten und
Altersarmut wahrscheinlicher machen.</p>



<p><strong>Respekt!</strong></p>



<p>Erfolgreiches, sinnvolles Arbeiten
folgt einer Grundordnung im respektvollen Umgang miteinander. Respekt lässt
sich auch über Sprache zeigen, indem nicht nur das generische Maskulinum
verwendet wird, bei dem andere Geschlechter einfach unerwähnt bleiben oder bloß
„mitgemeint“ sind, sondern alle angesprochen werden.</p>



<p><strong>Das verändert unsere Sprache? Ja! </strong></p>



<p>Sprache befindet sich seit jeher
im Wandel, weshalb beispielsweise auch die wenigsten von uns des
Mittelhochdeutschen mächtig sind. Ein Sprachwandel hin zu einer
geschlechtergerechten Sprache stellt mithin keinen Bruch, sondern eine
kontinuierliche Weiterentwicklung von Sprache dar. Dass es auf dem Weg dahin
vielleicht holpert und manche Formulierungsversuche uns sperrig erscheinen,
liegt in der Natur der Sache. Wir sind die Worte noch nicht gewohnt. Doch
Gewohnheit heißt Stillstand, wagen wir die Irritation! </p>



<p><strong>Und außerdem ist es RECHT, also SOLL!</strong></p>



<p>Das Grundgesetz, das Allgemeine
Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und andere normative Grundlagen verlangen
explizit die Gleichstellung der Geschlechter. Zahlreiche Beschlüsse dienen
dazu, die Chancengleichheit von Frauen und Männern zu verwirklichen. Dazu
gehört z.B. auch die Gleichbehandlung der Geschlechter in der Rechtssprache,
denn ein geschlechtergerechter Sprachgebrauch, der Frauen und Männer explizit
nennt, gezielt anspricht, wertfrei bezeichnet und somit wahrnehmbar macht, ist
ein wichtiger Schritt zur Realisierung von Gleichstellung und
Chancengleichheit. In Niedersachsen schreibt der „Beschluss des Landesministeriums
über Grundsätze für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der
Rechtssprache“ vom 9.Juli 1991 (Nds. MBl. S.911) die Verwendung einer
geschlechtergerechten Sprache vor.</p>



<p><strong>Was wir in unserer Arbeit als Prozessbegleiter*innen tun</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wir arbeiten als Prozessbegleiter*innen in der Regel mit Menschen
unterschiedlicher Geschlechter und versuchen diese Tatsache auch durchgängig
sprachlich zu berücksichtigen.</li><li>Wir gehen über Sprache in Kontakt.</li><li>Wir sichern über Sprache Verständigung und Partizipation. Auch
wenn wir damit Menschen irritieren oder nerven.</li><li>Wenn wir einen Anspruch auf Qualität in der Prozessbegleitung
erheben, solle sich dieser auch in der Sprache widerspiegeln.</li><li>Und mal ehrlich, liebe Leser*innen, </li><li>wenn die Rechts- Verwaltungsvorschriften des Bundes und der Länder
bereits seit Anfang der 90er Jahre anordnen, im dienstlichen Schriftverkehr die
Gleichstellung von Frauen und Männern sprachlich zum Ausdruck zu bringen –
sollte es doch möglich sein, dies auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen
umzusetzen – so auch in unserer Arbeit. </li></ul>



<p>8. März 2020: Mach Deine Welt größer!</p>



<p></p>



<p><strong>Quellen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Iris Bohnet, Whats works, Wie Verhaltensdesigne die Gleichstellung
revolutionieren kann, C.H. Beck 2017</li><li>Ferstl, Evelyn C.; Kaiser, Anelis:&nbsp;
www.ssoar.infoSprache und Geschlecht: wie quantitativeMethoden aus der
Experimental- undNeuropsychologie einen Beitrag zurGeschlechterforschung
leisten könnenFerstl, Evelyn C.; Kaiser, Anelis</li><li><a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inland/genderpaygap-103.html">https://www.tagesschau.de/faktenfinder/inland/genderpaygap-103.html</a></li><li><a href="https://niedersachsen.de/arbeit_soziales/gleichberechtigung/gleichstellungsbeauftragte_obersten_landesbehoerden/zusammenarbeit-20083.html">https://niedersachsen.de/arbeit_soziales/gleichberechtigung/gleichstellungsbeauftragte_obersten_landesbehoerden/zusammenarbeit-20083.html</a>
Stand 2018</li><li>&nbsp;Leitfaden
geschlechtergerechte Sprache. Hochschule Emden Leer. April 2016</li><li>Müller, Johanna: Geschickt Gendern.
http://www.geschickt-gendern.de/. Stand: 24.02.2016.</li></ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unter Uns: Digital ist scheißegal?</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/unter-uns-digital-ist-scheissegal/</link>
					<comments>https://www.gesundekarriere.de/unter-uns-digital-ist-scheissegal/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antje Mein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2019 12:32:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 10 Jahren pflegen wir im Netzwerk Gesunde Karriere ein besonderes Intervisionsformat:„Unter uns“. Zweimal jährlich treffen wir uns mit unserem erweiterten Netzwerk aus Düsseldorf, Köln Hamburg, Berlin und Hannover. Wir stellen Erlerntes, Erfundenes und Erlebtes vor und treten in Dialog zu Themen, die uns aktuell in unserer Arbeit beschäftigen. Eine*r von uns bereitet inhaltliche Impulse [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Seit 10 Jahren pflegen wir im Netzwerk Gesunde Karriere ein besonderes Intervisionsformat:„Unter uns“. Zweimal jährlich treffen wir uns mit unserem erweiterten Netzwerk aus Düsseldorf, Köln Hamburg, Berlin und Hannover. Wir stellen Erlerntes, Erfundenes und Erlebtes vor und treten in Dialog zu Themen, die uns aktuell in unserer Arbeit beschäftigen. Eine*r von uns bereitet inhaltliche Impulse vor und begleitet uns durch den Tag. In unserem diesjährigen Novembertermin ging es um Digitalisierung. Vanessa hat das Thema für uns umfänglich erforscht und aufbereitet. Um es vorweg zu nehmen: er ist ein immer Geschenk, dieser Tag, so auch diesmal.</p>



<p>Bereits
in der Einstiegsrunde zeigte sich, dass Digitalisierung ein brandheißes
Buzzword ist: in den Organisationen, für die wir tätig sind, gesellschaftlich, politisch.
Und auch jede*r von uns (Berater*innen und Vertreter*innen von Unternehmen und
Organisationen) hat natürlich einen eigenen Fokus auf das Thema. </p>



<p>Wir erkunden
publizierte Erklärungsversuche, um die Veränderungen besser zu verstehen. Denn
wir wollen die Zukunft der Gesellschaft und der Arbeitswelt mitgestalten. Quer
durch alle Branchen, in denen wir uns bewegen, finden Veränderungsprozesse
statt, die im Kontext digitaler Transformation stehen. Der rapide
voranschreitende technologische Wandel löst bei den Betroffenen sowohl Begeisterung
als auch enorme Ungewissheiten aus. </p>



<p>Der
Einstieg in den Tag ist inhaltlich von Überlegungen des Soziologen Dirk Baecker
geprägt. Er ordnet die Digitalisierung in die zivilisatorische Entwicklung ein:
Auf Oralisierung (<em>ermöglicht
Kommunikation und Vergangenheit</em>), Alphabetisierung (<em>Verschriftlichung ermöglicht dass Hierarchien und Religionen entstehen</em>),
Literarisierung (<em>Buchdruck ermöglicht
Wissenschaft, ermöglicht Aufklärung und Demokratisierung</em>) folgt nun die
Digitalisierung (<em>VUKA, Netzwerkgesellschaften und dann?).</em> </p>



<p>Entscheidend
ist für Baecker dabei – und auch wir sind uns dazu einig, dass die Gesellschaft
Digitalisierung nicht passiv über sich ergehen lassen darf. Aufgabe der Zivilgesellschaft
ist es, sich mit den Chancen und Risiken der digitalen Zukunft auseinanderzusetzen.
Und wir alle sollten unsere Möglichkeiten zur Mitgestaltung ergreifen, um nicht
alleine denen, die die Möglichkeiten der Digitalisierung fachlich interessiert,
das Feld der Werte und Ethik im Geschehen zu überlassen. Mindestens indem wir
eine bewusstere Rolle als <em>Prosumenten</em>
annehmen. Es geht um nichts weniger, als wie
wir zukünftig leben wollen.</p>



<p>In gewisser
Hinsicht ist „digital scheißegal“, wie Astrid es so wunderbar auf den Punkt
bringt: Digitalisierung muss rechtssicher und nach demokratisch rechtlich Grundsätze
abgesichert sein. Wir können Verantwortung in den Prozessen übernehmen, indem
wir die ethischen und rechtlichen Fragen vehement stellen.</p>



<p>Ein großartiges
Bild entsteht im Raum: wir stehen in der digitalen Entwicklung an der Stelle, an
der im 19. Jahrhundert die Arbeiter ohne Schutzkleidung und Brille am Stahlofen
standen. Wir haben noch keinen Arbeitsschutz und keine Arbeitsethik für das,
was sich anfängt zu zeigen.</p>



<p>Wir
brauchen genau solche Bilder für unsere Arbeit in Organisationen. Denn im Zweifel
schauen im Workshop alle auf uns, wie Doris so treffend anmerkt: „<em>Alle sind verunsichert und schauen auf mich,
ich soll jetzt sagen wie es geht.</em>“</p>



<p>Für uns
zeichnet sich deutlich ab: allein mit den alten Mitteln können wir als
Gesellschaft das Neue nicht gestalten. Mit dieser Idee beschäftigen wir uns im
Netzwerk Gesunde Karriere schon länger. Generativität ist für uns ein Schlüssel
ins „Wunderland“ (Faschingbauer), oder den Raum des Nichtwissens, wie wir es im
Coaching nennen. Neues entsteht, durch Ganzheitlichkeit, Vernetzung, das
Zulassen von Verunsicherung, die Erlaubnis zu Scheitern.</p>



<p>Das
Potential der digitalen Technologie und die Geschwindigkeit des technischen
Fortschritts dürfen nicht unterschätzt werden, da sind wir uns hier einig. Wir
stellen fest, mit der De-Materialisierung von z. B. Büchern und Musik erleben
wir es im privaten Bereich ja schon seit einigen Jahren. Sandra weist auf die
Diskrepanz zwischen privatem Handeln und Denken im Unternehmen hin: „<em>Privat wird mit amazon geshoppt, im
Unternehmen geht auch das Marketing oft noch selbstverständlich davon aus, das
alle ins Fachgeschäft kommen, um die Produkte zu kaufen.</em>“</p>



<p>Beruhigend
ist dann die Erkenntnis: Bei allem Tempo, das wir erleben, digitale
Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen. Disruptiv ist eher der Moment,
in dem klar wird, dass es anders ist. Die Einführung von KI geht über für die
nicht-early adopter über smarte Geräte, Update von Apps etc. im Alltag eher nebenbei….
Otto Scharmer spricht in diesem Zusammenhang von Wachsamkeit, die wir heute
mehr brauchen denn je. Dass sich viele von uns schwertun, die Möglichkeiten der
Künstlichen Intelligenz zu be-greifen, hängt auch damit zusammen, das exponentielles
Wachstum für uns Menschen so schwer vorstellbar ist. Es scheint aber
überlebenswichtig für Organisationen. </p>



<p>Wie
aber Träume anzetteln, Sience Fiktion erfinden, wenn doch die digitale Zukunft
grade immer schon da ist, wo wir hinkommen? Wir können als
Prozessbegleiter*innen und Führungskräfte das Bewusstsein auf den Prozess
fokussieren, Haltungsoptionen zu den Veränderungen in den Mittelpunkt stellen,
Perspektiven erweitern und die Gewissheit der menschlichen Anpassungsfähigkeit
in Veränderungsprozessen beschwören. </p>



<p>Etwas
Kulturpessimismus ist dann auch im Raum.</p>



<p>Wir
setzten uns auch mit Thesen aus dem Buch von Kevin Kelly auseinander, ein
Insider des Sillicon Valley und positionierten uns zu „12 Worten, die die Welt
von morgen gestalten“. Wenn „we are constant newbies“ – „wir sind beständig
Neulinge“, das alte Wissen, die Halbwertszeit von Wissen sich verringert: was
bedeutet das für unsere Selbstdefinition unsere Identität?</p>



<p>Bahnt
sich ein grundlegender Paradigmenwechsel im menschlichen Bewusstsein an, wenn
wir mit den „Augen“ der künstlichen Intelligenz betrachtet werden und mit ihr
interagieren?</p>



<p>Vanessa
holt dann mit Effectuation (Michael Faschingbauer) wissenschaftlich untersuchte
Kriterien zu erfolgreichem Unternehmertum in den Raum. (dazu gibt’s dann mal
einen extra Beitrag) und wir stellen fest: es braucht neben zielgerichteter
Planbarkeit, auch Mut und (mehr) Risikobereitschaft, um Zukunft zu gestalten. </p>



<p>Und da
ist es wieder, das „sowohl als auch“. &#8211; Das beruhigt, denn das kennen wir schon
aus der Einführung agiler Arbeitsweisen, diese Gleichzeitigkeit von Fluidem und
Stabilen.</p>



<p>Danke
für diesen inspirierenden Tag an Vanessa, Ulf, Sandra, Hartmut, Roger, Astrid,
Doris, Sebastian und Christina.</p>



<p>Literatur:
Dirk Baecker: 4.0 oder die
Lücke, die der Rechner lässt, Merve 2018 und Kevin Kelly: The Inevitable, Penguin 2017</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wieso eigentlich Generative  Prozessbegleitung ?</title>
		<link>https://www.gesundekarriere.de/wieso-eigentlich-generative-prozessbegleitung/</link>
					<comments>https://www.gesundekarriere.de/wieso-eigentlich-generative-prozessbegleitung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antje Mein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 10:33:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Generatives]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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					<description><![CDATA[Als wir anfingen für unsere erste Weiterbildung „Generative  Prozess-begleitung“  Teilnehmer*innen zu finden, begegnete uns oft die Frage: „Generativ…, he?“ „Hat das was mit Generationen zu tun?“ Und sehr schnell kamen Rückmeldungen: „Dieser Titel, also nee, …“  Wir sind dennoch dabei geblieben. Unsere Geschichte dazu ist folgende: 2009 beschäftigten wir uns mit Otto Scharmers  Theorie U [&#8230;]]]></description>
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				<div class="elementor-widget-container">
									<p></p>
<p>Als wir anfingen für unsere erste Weiterbildung „Generative  Prozess-begleitung“  Teilnehmer*innen zu finden, begegnete uns oft die Frage: „<em>Generativ…, he</em>?“ „<em>Hat das was mit Generationen zu tun?“</em> Und sehr schnell kamen Rückmeldungen: „<em>Dieser Titel, also nee, …“ </em> Wir sind dennoch dabei geblieben.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Unsere Geschichte dazu ist folgende: 2009 beschäftigten wir uns mit Otto Scharmers  Theorie U und in der angewandten Praxis daraus entstanden eine Bürogemeinschaft und die Gesunde Karriere. Seine zukunftsgenerierende Methode brachte uns als professionelle Arbeitsgemeinschaft zusammen.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die der Theorie U zugrundeliegende Frage lautet: „Wie können wir aus der im Entstehen begriffenen Zukunft heraus handeln und wie aktivieren wir die tieferen, schöpferischen Schichten des sozialen Feldes?“.  Diese Frage bewegte und bewegt uns heute weiter.</p>
<p></p>
<p></p>
<p><em>„Generativ (zu lat. generare‚ erzeugen‘, ‚hervorbringen‘) bedeutet „erzeugend“ bzw. bezeichnet allgemein die Eigenschaft, etwas hervorbringen zu können. (Wortlexikon)“</em></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Über das Buch von Scharmer mit seinen Hintergründen und Praxisempfehlungen schreibe ich Euch ein anderes Mal mehr. Hier sei nur erwähnt, dass eine der Zukunft-erschaffenden Qualitäten, die Scharmer in seinem Buch herausstellt, das <em>generative listening ist, </em>die höchste Stufe des Zuhörens. Dieses schöpferische  Zuhören vereint achtsame Wahrnehmung mit kreativer Inspiration. Diese Annahme Scharmers hat von Beginn an unsere Arbeitsweisen und Sichtweisen für die Arbeit als Prozessbegleiterinnen beeinflusst. Unsere Erkenntnisse und<br />Praxiserfahrungen fließen jetzt auch in unsere Weiterbildung ein.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>2016 haben Ulf, Vanessa und ich gemeinsam an der Weiterbildung „Generativ Coaching®“ bei Stephen Gilligan und Robert Dilts in Köln teilgenommen. Auch bei dieser faszinierenden Veranstaltung ging es um die Frage, wie wirklich Raum für neues Denken geschaffen werden kann, in Köpfen und Herzen von Individuen und Organisationen.  </p>
<p></p>
<p></p>
<p>Die Inhalte unserer Weiterbildung für Prozessbegleiter*innen waren zu diesem Zeitpunkt schon zu Ende gedacht. Aus den Schulen von Systemischem Denken, Hypnosystemik und NLP haben wir inhaltlich die Ideen und Methoden aufgegriffen, die unserer Erfahrung nach die Erschaffung von neuem begünstigen.  Eine Erkenntnis aus der Erfahrung bei Gilligan und Dilts war: Wir befördern mit unserem Denken und Tun <strong><em>Generativität</em></strong>. Jetzt hatten wir den passenden Begriff zur Präzisierung unserer Weiterbildung für Prozessbegleiter*innen gefunden.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wir gehen davon aus, dass Menschen über die Fähigkeit generativ zu denken und zu handeln verfügen. Für uns heißt das, Zukunft kann mit dem eigenen Denken und in Synergie mit anderen geschaffen und gestaltet werden. Ein generativer Prozess bezieht die Sichtweisen und Perspektiven eines weitgefassten Umfeldes mit ein.<br />Umfeld meint hier auch z.B. Systeme, Ressourcen und andere Menschen. Für Organisationen und Individuen gilt gleichermaßen: Neues wird aus einer bereits angelegten Struktur (des Denkens) generiert. Der Raum für Neues entsteht aus den Ressourcen, die bereits vorhanden sind.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Manchmal stehen Ressourcen noch nicht bewusst zur Verfügung. Um diese im generativen Prozess aufzuspüren, ins Bewusstsein zu holen und dort zu verankern brauchen Menschen ein hohes Maß von Selbst-Bewusstsein.  Dabei ist es ungemein hilfreich, neugierig zu sein. Aber die geübte Wahrnehmung von körperlichen, somatischen und emotionalen<br />Zuständen sind dem Schaffen von neuem zuträglich! Aus einer in sich<br />zusammengesunkenen Sitzposition heraus entsteht keine neue Idee. Für uns bedeutet diese Erkenntnis  auch: Settings für Einzelne und Gruppen zu kreieren, in denen es Denk- und Bewegungsräume  gibt, wo Platz für Neues ist.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Und was wäre eigentlich anders, wenn wir davon ausgingen, dass Zukunft als neue Praxis ist schon da, nur noch nicht im unserer Gewohnheitswelt?</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Wenn Euch das auch interessiert, es gibt einen nächsten, sechsten (!) Durchgang, Start Mai 2023.</p>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Literaturtipps zum Thema:</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p>Scharmer C. Otto, 2009 Theorie U – von der Zukunft her führen, Carl Auer Verlag 2009,</p>
<p></p>
<p></p>
<p>Gilligan, Stephen, 2014, Generative Trance &#8211; Das Erleben kreativen Flows, Jungfermann</p>
<p></p>								</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
				</div>
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